Router bei Hitze kühlen: So bleibt das WLAN stabil und ausfallsicher
- Gehört nicht in den Schrank: Gerade bei hohen Temperaturen sollte der Router möglichst frei und fern direkter Sonneneinstrahlung stehen. (zu dpa: «Hitze-Koller vermeiden: Der Router muss an die frische Luft»)
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Router kühlen. Ein frei aufgestellter Router bleibt bei Hitze oft stabiler und verhindert Ausfälle beim WLAN oder ständige Neustarts. Gerade an warmen Tagen kann schon der Standort darüber entscheiden, ob das Internet zuverlässig läuft oder der Router wegen zu hoher Temperatur streikt. Router sind technisch gesehen kleine Computer. Wird der Prozessor im Gerät zu heiß, kann es zu Störungen bei einzelnen Funktionen kommen. Im Extremfall schaltet sich der Router ab.
Freier Standort senkt das Risiko für Ausfälle
Der Hersteller AVM rät deshalb dazu, Router möglichst offen aufzustellen. Das Gerät sollte nicht in einem Schrank, Gehäuse oder Verschlag stehen. Auch die Lüftungsschlitze sollten frei bleiben. Direkte Sonneneinstrahlung auf Router und Netzteil gilt ebenso als ungünstig wie ein Platz direkt neben anderen wärmeerzeugenden Geräten. Auch der Untergrund spielt eine Rolle. Teppiche oder gepolsterte Möbelstücke können die Wärmeabgabe erschweren. Eine harte, freie Standfläche ist meist günstiger.
Bis 120 Grad sind möglich, Probleme beginnen oft früher
Bei einer Fritzbox lässt sich die Temperatur im Browser über die Adresse «fritz.box» im Einstellungsmenü unter «System/Energiemonitor/Statistik/CPU-Temperatur» prüfen. Dort zeigt ein Diagramm die Entwicklung der CPU-Temperatur der vergangenen 24 Stunden. Als rote Linie ist dort ein Wert von 120 Grad markiert. Das ist nach Herstellerangaben die absolute Obergrenze. Störungen und Funktionsausfälle können aber schon deutlich vorher auftreten.
Sauberkeit und zusätzliche Kühlung können helfen
Staub im Gerät kann Überhitzung begünstigen. Deshalb kann es sinnvoll sein, Router und Umgebung sauber zu halten. Wenn kurzfristig kein besserer Standort möglich ist, kann auch eine äußere Kühlung helfen, zum Beispiel mit einem Ventilator oder einem Notebook-Kühler. Ein Neustart schafft dagegen meist nur kurz Ruhe. Sinkt die Temperatur im Gerät nicht, treten die Probleme in vielen Fällen erneut auf.
Hochkant, aufgebockt oder an der Wand kann es kühler werden
Steht der Router bereits relativ frei und wird trotzdem zu warm, kommen laut AVM noch mehrere einfache Lösungen infrage:
- das Gerät hochkant aufstellen, wenn der Hersteller diese Position vorgesehen hat
- den Router leicht aufbocken, damit mehr Luft unter dem Gerät zirkulieren kann
- das Gerät an der Wand montieren, falls dafür Befestigungspunkte vorhanden sind
Auch veraltete Software kann Wärmeprobleme auslösen
Selten liegt die Ursache nicht am Standort, sondern an der Firmware. Deshalb kann ein Blick ins Einstellungsmenü sinnvoll sein, ob ein Update verfügbar ist. Praktisch entscheidend ist meist eine einfache Regel: Je freier und kühler der Router steht, desto stabiler läuft das WLAN im Alltag. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |