Roulette in Mainz: Was Spielbanken zum Schutz der Gäste tun
- Es gibt sechs Spielbankstandorte in Rheinland-Pfalz.
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Mainz. Wer in Rheinland-Pfalz Roulette oder an Automaten spielt, trifft auf feste Einsatzgrenzen, Ausweiskontrollen und geschultes Personal. In der Spielbank Mainz zeigt sich zugleich, wie stark sich das Geschäft verändert hat.
Trotz Online-Angeboten und vieler Automatenspiele bleibt das klassische Roulette für viele Gäste ein besonderer Anziehungspunkt. In der Mainzer Spielbank gibt es dafür einen eigenen, abgetrennten Bereich mit zwei Roulette- und zwei Black-Jack-Tischen. Gespielt wird American Roulette. Der Reiz liegt nach Angaben von Geschäftsführer Christian Kreyer vor allem im Tempo, im Tischspiel und im Ambiente.
Automaten dominieren den Betrieb
Das klassische Spiel an Roulette-, Black-Jack- und Poker-Tischen macht nach Angaben der Spielbanken nur noch rund fünf bis zehn Prozent des Geschäfts aus. Den weitaus größeren Teil übernehmen inzwischen Automaten. Sie gelten als vielfältiger, günstiger beim Einstieg und sprechen nach Einschätzung der Betreiber besonders jüngere Erwachsene an.
In Mainz können Erwachsene ab 18 Jahren an Automaten mit einem Mindesteinsatz von 10 Cent spielen. Vor dem Eintritt ist eine Registrierung mit Ausweis, Name und Anschrift nötig. Beim Roulette beginnt der Einsatz bei zwei Euro. Pro Spiel sind bis zu 7000 Euro möglich.
Was in Spielbanken in Rheinland-Pfalz gilt
- Zutritt gibt es nur ab 18 Jahren
- Beim Einlass ist ein Ausweis mit Name und Anschrift erforderlich
- Minderjährige und gesperrte Spieler dürfen nicht hinein
- Alle Spielgeräte werden laut Betreibern täglich von der Glücksspielaufsicht kontrolliert
- Mitarbeitende sollen auffälliges Verhalten früh ansprechen
Nach Angaben aus Mainz greifen Beschäftigte ein, wenn Gäste wiederholt zum Geldautomaten gehen oder bei Verlusten deutlich emotionaler reagieren. Dass Glücksspiel süchtig machen kann, werde offen thematisiert.
160000 Gäste pro Jahr in Mainz
Rund 160000 Gäste kommen pro Jahr zur Spielbank Mainz. Zum Unternehmen gehören zudem Außenstellen in Bad Ems und Trier. Daneben gibt es in Rheinland-Pfalz die Spielbank Bad Neuenahr mit weiteren Standorten in Bad Dürkheim und am Nürburgring. Über alle sechs Standorte lag der Umsatz im vergangenen Jahr bei etwa 95 Millionen Euro.
Nach Einschätzung von Michael Seegert von der Spielbank-Gesellschaft aus Bad Neuenahr liegt der durchschnittliche Verlust pro Gast über alle Spielformen bei rund 200 Euro. Die Verweildauer liegt oft zwischen einer und drei Stunden. Etwa 65 Prozent der Gäste sind Männer. Besonders die Gruppe der 25- bis 40-Jährigen nimmt den Betreibern zufolge zu.
Kein System schlägt den Zufall
Die staatliche Aufsicht in Rheinland-Pfalz liegt beim Innenministerium. Sie soll unter anderem Jugend- und Spielerschutz gewährleisten. Nicht kontrolliert werden kann jedoch, mit welchem Gewinn oder Verlust Gäste nach Hause gehen.
Ein sicheres System, um Roulette dauerhaft zu schlagen, gibt es nach Angaben der Betreiber nicht. Weder Rechenmodelle noch äußere Umstände wie Mondphasen oder andere Muster könnten den Zufall verlässlich aushebeln. Als Grundregel nennen die Betreiber deshalb nur Geld mitzunehmen, dessen Verlust verkraftbar ist, am besten in bar. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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