Reinigungspflicht am Bodensee: Regeln für Boote werden geprüft
- Wann eine mögliche Reinigungspflicht kommen könnte, ist noch unklar. (Archivbild)
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Bodensee. Bootsbesitzer am Bodensee müssen sich womöglich auf neue Vorgaben vor dem Einwassern einstellen. Deutschland, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein prüfen eine mögliche Melde- und Reinigungspflicht, um die weitere Ausbreitung invasiver Arten einzudämmen.
Hintergrund ist unter anderem die Quagga-Muschel. Nach Angaben der Internationalen Bodensee-Konferenz sollen Organismen, die an Rumpf, Motor oder Anhänger haften, gar nicht erst in den See gelangen oder von dort in andere Gewässer verschleppt werden.
Regeln werden erst noch ausgearbeitet
Die Regierungschefs der Bodenseeregion haben die zuständigen Fachgremien der Internationalen Bodensee-Konferenz beauftragt, passende Regeln auszuarbeiten. Die Internationale Schifffahrtskommission für den Bodensee und die Umweltkommission sollen dazu einen Vorschlag für eine Änderung der Bodensee-Schifffahrtsordnung erarbeiten.
Eine Studie soll nun zeigen, wie wirksam eine Verpflichtung wäre und wie sie konkret aussehen könnte. Nach Angaben des Umweltministeriums in Stuttgart ist noch offen, ob eine Bootsreinigungspflicht tatsächlich kommt. Auch rechtliche Fragen in den beteiligten Staaten sind noch zu klären.
Was bereits bekannt ist
Rund um den Bodensee gibt es nach Angaben der Internationalen Bodensee-Konferenz bereits mindestens 42 Bootswaschplätze.
- Geprüft wird eine mögliche Melde- und Reinigungspflicht
- Ziel ist der Schutz des Bodensees vor invasiven Arten
- Betroffen wären Boote, Motoren und Anhänger vor dem Einwassern
- Berücksichtigt werden müssen auch mehr als 300 nautische Veranstaltungen pro Jahr
Über eine Reinigungspflicht wird schon länger diskutiert. Mit Flyern und Postern werben die Anrainerstaaten bereits dafür, Boote vor dem Einwassern reinigen zu lassen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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