Putzlappen und Schwämme waschen: So oft gehören sie gewechselt
- Putzlappen und Schwämme können sich schnell zu Keimschleudern entwickeln.
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Putzlappen und Schwämme waschen. Putzlappen und Küchenschwämme sind im Alltag ständig im Einsatz und genau deshalb oft unterschätzte Keim-Hotspots. Feuchtigkeit, Wärme und Essensreste machen sie zum perfekten Wohlfühlort für Bakterien. Mit klaren Wechsel-Regeln und der richtigen Wäsche bleibt der Haushalt hygienisch, ohne ständig alles wegzuwerfen.
Feuchtigkeit, Wärme und Schmutzreste sind die perfekte Mischung dafür, dass sich Keime rasant vermehren. Besonders Schwämme sind wegen ihrer porösen Struktur kritisch. Selbst wenn die Putzutensilien „sauber“ wirken oder nicht riechen, können sie stark belastet sein. Deshalb zählen nicht nur Optik und Geruch, sondern feste Wechsel- und Wasch-Routinen.
Wie oft sollten Putzlappen und Schwämme gewechselt werden?
Putzlappen sollten regelmäßig ausgetauscht und gewaschen werden. Als grobe Hygiene-Regel gilt, dass man sie spätestens nach einer Woche austauschen und waschen sollte. Bei stärkerer Verschmutzung früher, wie Utopia erklärt. Sobald ein Lappen anfängt zu riechen, ist das ein klarer Hinweis, dass er in die Wäsche gehört.
Bei Küchenschwämmen ist ein wöchentlicher Wechsel ebenfalls sinnvoll. Das BfR empfiehlt, Spüllappen mindestens einmal pro Woche zu wechseln. Schwämme sind wegen ihrer Struktur im Vergleich zu Alternativen wie Bürsten „weniger gut geeignet“, um sie lange zu verwenden. Wer viel mit rohen Lebensmitteln hantiert, sollte noch konsequenter wechseln, denn Ausspülen und Auswringen allein reicht nicht. Beim Aufwischen von Fleischsaft sollten Lappen oder Schwamm direkt entsorgt werden.
Hygiene-Checkliste für Lappen und Schwämme
- Putzlappen: spätestens nach 1 Woche wechseln/waschen
- Putzlappen entsorgen: nach spätestens 3 Monaten (oder früher bei starkem Verschleiß)
- Küchenschwämme: mindestens 1× pro Woche wechseln. Bei viel Rohkost-/Fleischkontakt häufiger
- Waschen: mindestens 60 Grad Celsius, waschbare Schwämme am besten separat
- Mikrofaser: kein Weichspüler
- Nach rohem Fleisch: Schwamm am sichersten entsorgen
- Entsorgung: in den Restmüll
Wann sollten Lappen und Schwämme endgültig in den Müll?
Putzlappen sind keine Dauerläufer. Nach spätestens drei Monaten im Einsatz sollten sie entsorgt werden. Bei stark mitgenommenem Zustand auch früher. Zusätzlich gilt als pragmatische Faustregel: lieber einmal zu viel austauschen als zu wenig, weil sich Keime im Alltag schnell wieder ansiedeln.
Bei Schwämmen kommt ein wichtiger Punkt dazu: Nach Geruch oder Aussehen zu entscheiden ist unzuverlässig, weil Schwämme stark belastet sein können, ohne auffällig zu wirken, warnt Öko-Test. Nach Kontakt mit rohem Fleisch ist Entsorgen laut Empfehlung am sichersten, um keine Keime auf andere Flächen oder Lebensmittel zu übertragen. Gebrauchte Schwämme und Putzlappen gehören in den Restmüll.
Kann man Putzlappen und Schwämme in der Waschmaschine waschen?
Putzlappen dürfen ganz entspannt in die Waschmaschine. 60 Grad Celsius reichen in der Regel aus, um Keime zuverlässig abzutöten. 90 Grad Celsius kann man aus Hygienegründen machen, ist aber meist übertrieben und kostet nur unnötig Energie. Wer zusätzlich auf Effizienz setzen will, kann auch das Eco-Programm nutzen.
Auch waschbare Schwämme können in die Maschine, dabei gilt: mindestens 60 Grad Celsius und am besten separat waschen, damit sich Keime und Schmutz nicht auf andere Textilien verteilen. Spüllappen und Mikrofasertücher sollten ebenfalls regelmäßig bei 60 Grad Celsius mit Vollwaschmittel gereinigt werden. Bei klassischen Schaumstoffschwämmen ist Waschen allerdings eher eine Zwischenlösung. Es senkt die Keimzahl oft nur kurzfristig, langfristig ist regelmäßiges Ersetzen meist die hygienischere Strategie.
Wie werden Putzlappen am besten gewaschen?
Putzlappen lassen sich ganz leicht bei 60 Grad Celsius in der Waschmaschine waschen. Das gilt als hygienisch ausreichend. Bei Mikrofasertüchern sollte kein Weichspüler verwendet werden, weil er die Saugfähigkeit mindert beziehungsweise die Fasern „verklebt“ und damit weniger aufnahmefähig macht.
Wenn gerade keine Waschladung zusammenkommt, hilft ein kurzes Essigbad als Zwischenlösung. Dafür groben Schmutz ausschütteln oder kalt ausspülen, dann den Lappen für mindestens fünf Minuten in ein Essigbad legen (starke Mischung: 1 Teil Essig, 4 Teile Wasser), danach ausspülen und trocknen lassen. Für Zwischendurch ist diese Methode in Ordnung, jedoch sollte der Lappen recht schnell gewaschen oder komplett ausgetauscht werden.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
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