phoenix persönlich: Kevin Kühnert über Rückzug und neuen Job

Kevin Kühnert spricht in „phoenix persönlich“ über seinen Rückzug aus der Spitzenpolitik und seinen Neuanfang. Das Gespräch läuft am 4. Juli um 0 Uhr bei phoenix. | Foto: Nopphon/stock.adobe.com
  • Kevin Kühnert spricht in „phoenix persönlich“ über seinen Rückzug aus der Spitzenpolitik und seinen Neuanfang. Das Gespräch läuft am 4. Juli um 0 Uhr bei phoenix.
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phoenix persönlich. Kevin Kühnert spricht in der Sendung mit Moderator Erhard Scherfer über seinen Rückzug aus der Spitzenpolitik und darüber, wie es für ihn jetzt weitergeht. Zu sehen ist das Gespräch am 4. Juli um 0 Uhr bei phoenix.

Im Mittelpunkt steht Kühnerts Neuanfang bei der Organisation Finanzwende e.V. und sein Blick auf den Zustand der deutschen Parteienlandschaft. Dabei geht es auch um persönliche Erfahrungen und die Frage, wie er sich künftig politisch einbringen möchte.

phoenix persönlich: Warum Kühnert den Schritt raus aus der Spitze ging

Bei den Grundwerten der Sozialdemokratie sieht Kühnert weiterhin eine klare Verbindung zu sich. Auf die Frage, ob er noch Sozialdemokrat sei, antwortet er: „Ja, klar. Durch und durch.“ Seine Entscheidung gegen ein politisches Spitzenamt habe nichts an seinen Überzeugungen geändert. Gleichzeitig sagt er, die Erfahrungen in der Realpolitik hätten ihm als Mensch nicht immer gut getan.

„Mir ging es am Ende um Wirksamkeit“

Als ausschlaggebend für seinen Rückzug nennt Kühnert eine ganz praktische Abwägung: ob er noch Veränderungen anstoßen könne. „Mir ging es am Ende um Wirksamkeit.“ Diese Wirksamkeit sieht er heute stärker in seiner Arbeit bei Finanzwende, wo er sich unter anderem für eine Reform der Erbschaftsteuer und mehr Steuergerechtigkeit einsetzt.

Rente, Alpenwanderung und Fußball

Mit Blick auf die Einigung bei der Rentenreform fühlt sich Kühnert an eine „fast schon vergangene Zeit“ erinnert: „Dass man in der Lage ist, komplexe Sachen in einem Konsens aufzulösen.“ Von allen Punkten sei er dennoch nicht überzeugt. Kritisch ordnet er etwa private Altersvorsorgeprodukte ein, mit denen viele Menschen schlechte Erfahrungen gemacht hätten, „in die sich auch von der Politik reingeredet wurden und die sich als vor allem Förderprogramm für die Versicherungswirtschaft erwiesen haben.“ Neben Politik spricht Kühnert auch über eine zweimonatige Alpenwanderung nach dem Ende seines Bundestagsmandats, persönliche Neuorientierung und seine Leidenschaft für Fußball. [red]

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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