phoenix: Melnyk fordert Patriot-Raketen und neue Russland-Sanktionen
- Andrij Melnyk spricht über Forderungen der Ukraine an westliche Partner, darunter Patriot-Raketensysteme und weitere Sanktionen gegen Russland.
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phoenix. Andrij Melnyk, früher ukrainischer Botschafter in Deutschland und heute UN-Vertreter seines Landes, hat im TV klare Forderungen an die westlichen Partner formuliert. Am Unabhängigkeitstag der Ukraine drängte er auf mehr Unterstützung bei der Abwehr des russischen Angriffskrieges.
Im Gespräch bei phoenix machte Melnyk deutlich, was aus seiner Sicht im Mittelpunkt stehen müsse: „Wir können nur dann zufrieden sein, wenn unser Himmel geschützt bleibt und Menschen nicht jede Nacht durch die russischen Raketen sterben müssen", erklärte er. Zugleich betonte er, die Ukraine müsse immer wieder auf die Gefahr weiterer russischer Angriffsschläge aufmerksam machen.
Patriot-Systeme als schneller Schutz
Konkret sprach Melnyk über Patriot-Raketensysteme, die aus seiner Sicht zügig zum Schutz der Bevölkerung nach Kiew kommen sollten. Er sagte, die USA und Europa verfügten über einen ausreichenden Vorrat.
„Diese Raketen könnten nach unserer Auffassung sofort an die Ukraine geliefert werden. Wir können ja nicht warten, bis der Winter kommt und dann ist die Bedrohung so groß, dass dieser Winter der schlimmste in unserer jüngeren Geschichte werden kann. Das müssen wir gemeinsam verhindern", so Melnyk. Den bisherigen Rückhalt aus dem Westen stellte er dabei nicht grundsätzlich infrage, sprach aber davon, dass man das Gefühl der Notwendigkeit europäischen Freunden immer wieder vor Augen führen müsse.
phoenix: Forderung nach weiteren Sanktionen
Neben der militärischen Unterstützung forderte Melnyk auch neue Sanktionen gegen Russland. Moskau stehe sowohl an der Front als auch bei der Entwicklung der eigenen Wirtschaft vor großen Problemen, sagte er, deshalb seien zusätzliche Maßnahmen sinnvoll.
„Es sind immer noch viele Lücken, die gefüllt werden können, um Putin mit dem Rücken an die Wand zu stellen, und um seine Fähigkeit, den Krieg zu führen, zu stoppen", meinte Melnyk. Außerdem verband er Erwartungen mit der Neuwahl des UN-Generalsekretärs im Jahr 2026: „Wir erwarten, dass sich der künftige Chef der UN einsetzt und engagiert, nach Moskau und Kiew reist, und dass neue Friedensgespräche initiiert werden." [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |