Öko-Test warnt: Ostereierfarben können ins Ei gelangen
- Leuchtend bunte Ostereier mit gutem Gefühl: Bei der Wahl der Farben lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe. (zu dpa: «Ostereier färben: Beim Farbenkauf genau hinschauen»)
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Ostern. Bunte Ostereier gehören für viele Haushalte zum Osterfest dazu, doch beim Farbenkauf lohnt ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass nicht jede Ostereierfarbe unproblematisch ist und Farbe teils sogar durch die Schale ins Ei gelangen kann.
Grundlage ist ein Test der Zeitschrift «Öko-Test» aus der aktuellen April-Ausgabe. Geprüft wurden sieben Ostereierfarben in einem Preisrahmen von 0,69 Euro bis 4,95 Euro pro Packung. Im Praxistest zeigte sich, dass bei mehreren Produkten die Farbe durch die Schale drang und sichtbare Verfärbungen am Ei hinterließ. Damit lässt sich nicht ausschließen, dass Farbstoffe beim Verzehr aufgenommen werden.
Testergebnisse reichen von gut bis ausreichend
Vier der sieben getesteten Ostereierfarben erhielten die Note «gut». Dazu zählen zwei günstige Produkte von Metma, das Rayher Eierfarben Set sowie das teuerste Produkt im Test, Ökonorm Nawaro. Letzteres bekam als einziges eine uneingeschränkte Empfehlung, auch wegen der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe.
Ein weiteres Produkt wurde mit «befriedigend» bewertet. Zwei Ostereierfarben schnitten nur mit «ausreichend» ab, unter anderem weil einzelne Farbtöne ungleichmäßig oder sehr schwach ausfielen.
Umstrittene Farbstoffe führen zu Abwertungen
Abzüge gab es vor allem bei Produkten mit bestimmten synthetischen Farbstoffen. Dazu gehören Azofarbstoffe wie E102, E110, E122 und E124 sowie Chinolingelb E104. Diese Stoffe sind in der EU zwar zugelassen, stehen laut «Öko-Test» jedoch im Verdacht, Konzentrationsstörungen und Hyperaktivität zu begünstigen.
Nach Angaben der Verbraucherzentrale Hessen können Azofarbstoffe bei empfindlichen Personen zudem pseudoallergische Reaktionen auslösen. Die Bewertung der Produkte bezieht sich daher nicht nur auf das Farbergebnis, sondern auch auf mögliche gesundheitliche Aspekte.
Natürliche Alternativen aus der Küche
Wer auf synthetische Farbstoffe verzichten möchte, kann Eier auch mit pflanzlichen Zutaten färben. Empfohlen werden unter anderem Rote Bete, Zwiebelschalen, Rotkohl, Karottenreste oder Spinat. Die Zutaten werden zerkleinert, gekocht und der Farbsud anschließend abgeseiht. Etwas Essig verbessert die Haftung der Farbe auf der Schale.
Für gelbe Eier eignet sich Kurkuma. Dafür werden etwa zwei Esslöffel Pulver zusammen mit den Eiern mindestens zehn Minuten gekocht. Besonders gleichmäßige Ergebnisse lassen sich mit weißen Eiern erzielen. Die Farben fallen meist dezenter aus, gelten laut «Öko-Test» aber als unbedenklich.
Haltbarkeit gefärbter Eier richtig einschätzen
Wie lange selbst gefärbte Eier haltbar sind, hängt von der Behandlung nach dem Kochen ab. Werden Eier nicht abgeschreckt und bleibt die Schale unbeschädigt, halten sie sich im Kühlschrank bis zu vier Wochen, so die Verbraucherzentrale.
Wer Eier direkt nach dem Kochen abschreckt, verkürzt die Haltbarkeit. Durch den schnellen Temperaturwechsel kann sich eine Luftschicht zwischen Schale und Ei bilden, durch die Mikroorganismen eindringen können. Solche Eier sollten zeitnah verzehrt werden. dpa
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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