Nürnberg 45: Diskussion im Hamburger Zeise-Kino
- Nürnberg 45: Ein ARD-Dokudrama über die Nürnberger Prozesse steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung im Hamburger Zeise-Kino.
- Foto: NDR Norddeutscher Rundfunk, Foto: NDR/Zeitsprung Pictures/Márton K
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Nürnberg 45. Ein Abend im Hamburger Zeise-Kino verbindet das ARD-Dokudrama „Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen" mit einer Diskussion über die Nürnberger Prozesse. NDR und FUNKE laden am 29. September zu der Sonderveranstaltung ein.
Die zentrale Frage des Films lautet, warum Menschen zu Tätern wurden und welche Lehren sich aus den Prozessen für die Gegenwart ziehen lassen. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr, Tickets kosten 5 Euro.
Nürnberg 45: Ein Abend mit Film und Gespräch
Zum Auftakt präsentiert Produzent Michael Souvignier eine eigens für den Abend geschnittene Kurzfassung des Dokudramas. Anschließend diskutieren Julia Becker, Verlegerin und Aufsichtsratsvorsitzende der FUNKE Mediengruppe, NDR-Intendant Hendrik Lünenborg, Michael Souvignier und Oliver von Wrochem, Historiker und Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.
Zum Podium gehört außerdem Jacek Wiśniewski. Seine Mutter Seweryna Szmaglewska, eine Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz, sagte 1946 bei den Nürnberger Prozessen als Zeugin der Anklage über die Verbrechen des NS-Regimes aus; Melanie Amann, Chefredakteurin Digital der FUNKE-Zentralredaktion, moderiert das Gespräch.
Wer auf dem Podium spricht
Hendrik Lünenborg betont: „Wer senden will, muss zuhören", sagt der NDR-Intendant. Die Nürnberger Prozesse stünden für das Versprechen, dass Recht stärker als Macht und Wahrheit stärker als Propaganda sei, so Lünenborg.
Julia Becker sagt: „Nie wieder ist jetzt! Angesichts erstarkender rechter und antidemokratischer Kräfte ist dieser Appell heute wichtiger denn je". Zugleich verweist sie auf die Verantwortung von Medienhäusern, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten.
Das Dokudrama erhält zudem eine Auszeichnung in der Kategorie „Bestes Dokumentationsdrama" beim Blauer Panther – TV & Streaming Award. Michael Souvignier und Till Derenbach werden für die „konsequent filmische Inszenierung" und die „dichte Dramaturgie" geehrt.
Die Tickets gibt es in der Geschäftsstelle des Hamburger Abendblatts am Großen Burstah 18–32 sowie online unter hier . [red]
Autor:Film und Fernsehen: Shows, Serien und Stars aus Ludwigshafen |