Neubau richtig planen: So spart die Fenster-Ausrichtung im Winter Heizkosten
- Frühzeitig planen für Effizienz: Eine durchdachte Raum- und Fensteranordnung sollte bereits in der Bauplanung mit einer Energieberatung abgestimmt werden. (zu dpa: «Neubau: So sparen Sie mit dem richtigen Grundriss Energie»)
- Foto: dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Neubau planen. Wer Fenster und Räume passend zur Himmelsrichtung anordnet, kann Sonnenwärme im Winter nutzen und so Heizenergie sparen. Besonders große Fensterflächen auf der Südseite bringen in der Heizperiode zusätzliche Wärme ins Haus.
Im Alltag macht sich die Ausrichtung der Räume deutlich bemerkbar. Morgensonne im Schlafzimmer oder viel Tageslicht im Wohnzimmer erhöhen nicht nur den Wohnkomfort. Laut Verbraucherzentrale Sachsen kann eine kluge Gebäude- und Fensterausrichtung auch den Energiebedarf senken.
Bei Neubauten empfiehlt es sich, die wichtigsten Fensterflächen nach Süden auszurichten. Die tief stehende Wintersonne gelangt dann weit in die Räume und liefert kostenlose Wärme. Diese sogenannten solaren Gewinne fallen genau in der Zeit an, in der ohnehin geheizt wird.
Südausrichtung bringt Licht und zusätzliche Wärme
Solche Wärmegewinne ersetzen keine effiziente Heiztechnik. In der Übergangszeit können sie den Heizbedarf jedoch spürbar reduzieren. Besonders bei Wärmepumpen mit niedrigen Vorlauftemperaturen wirken sich zusätzliche Wärmeeinträge durch die Sonne positiv aus.
Auch der Grundriss spielt dabei eine Rolle. Räume mit längerer Aufenthaltsdauer profitieren besonders von der Sonne.
- Wohnzimmer und Kinderzimmer eignen sich gut für eine Südausrichtung.
- Schlafzimmer liegen oft günstig im Osten mit Morgensonne.
- Flure, Treppenhäuser oder Abstellräume können auf der Nordseite geplant werden.
Große Fenster brauchen Schutz vor Sommerhitze
Große Glasflächen haben Vorteile, müssen aber sorgfältig geplant werden. Ohne Verschattung können sich Räume im Sommer stark aufheizen. Gleichzeitig geht in kalten Winternächten über schlecht gedämmte Fenster mehr Wärme verloren, als tagsüber durch die Sonne gewonnen wird.
Hilfreich sind außenliegende Verschattungssysteme oder ein ausreichend geplanter Dachüberstand. Er hält die hoch stehende Sommersonne draußen, lässt im Winter aber weiterhin Sonnenlicht ins Haus. Zudem gelten Fenster mit Dreifachverglasung heute als Standard, um Wärmeverluste in der Nacht zu begrenzen.
Da sich die Ausrichtung eines Gebäudes oder die Lage von Fenstern später kaum verändern lässt, wird eine energetische Beratung möglichst früh in der Planungsphase empfohlen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |