Nase läuft? Jetzt startet die Pollensaison richtig
- Erlen- und Haselpollen fliegen schon - Symbolbild
- Foto: Wolfgang Kumm/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
In Rheinland-Pfalz und im Saarland endet die kurze Pollenpause. Mit dem trockeneren und wärmeren Wetter in der kommenden Woche steigt die Belastung deutlich an. Besonders Hasel- und Erlenpollen werden Allergikern zu schaffen machen.
Das geht aus dem Pollenmonitor des Deutscher Wetterdienst (DWD) hervor.
Nasses Wetter bremste die Belastung
Zuletzt war die Pollenkonzentration wegen des nasskalten Wetters sehr niedrig. Laut DWD-Medizin-Meteorologin Gudrun Laschewski ist das für diese Jahreszeit typisch.
Mit steigenden Temperaturen ändert sich die Lage jedoch rasch. Für Dienstag und Mittwoch erwarten die Meteorologen, dass der Pollenflug „so richtig in Gang kommt“. Dann seien auch hohe Belastungen durch Hasel- und Erlenpollen möglich.
Große Unterschiede zwischen Südwest und Norden
Nach Einschätzung von Matthias Werchan von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst zeigen sich in diesem Jahr ungewöhnlich starke regionale Unterschiede.
Während Hasel im Saarland und in Rheinland-Pfalz bereits voll blüht und die Erle beginnt, ist die Entwicklung in nördlichen Regionen deutlich langsamer. Vor zwei Jahren waren deutschlandweit zu diesem Zeitpunkt bereits rund zwei Drittel der Erlenpollen geflogen – aktuell sind es erst etwa zehn Prozent.
Pollenfreie Zeit endet bundesweit
Trotz der wetterbedingten Verzögerung sollten sich Allergiker nun auf steigende Werte einstellen. Bei kühleren Phasen könne der Flug zwar vorübergehend schwächer werden. Grundsätzlich sei die pollenfreie Zeit nun jedoch beendet.
Besonders häufig reagieren Menschen auf Hasel- und Erlenpollen, oft in Kombination mit einer Birkenallergie. Die Hasel ist in diesem Winter ungewöhnlich früh gestartet – mit ersten Pollen bereits um Nikolaus. Bis Birke und Esche im Frühjahr hinzukommen, dauert es noch etwas.
Was Allergiker jetzt beachten sollten
- Pollenprognosen regelmäßig prüfen
- Medikamente rechtzeitig einnehmen
- Lüften eher nach Regen oder in den Abendstunden
- Kleidung nach Aufenthalten im Freien wechseln
Mit dem Wetterumschwung beginnt im Südwesten damit die erste intensive Phase der Pollensaison. dpa
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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