Motorradreise vorbereiten: 5 ADAC-Tipps für mehr Sicherheit
- Motorradreise vorbereiten mit Technikcheck, Schutzkleidung, Beladung und Tourenplanung.
- Foto: ADAC Hessen-Thüringen e.V.
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Motorradreise vorbereiten. Wer vor dem Start Technik, Ausrüstung, Gepäck und Etappen realistisch plant, senkt das Pannen- und Unfallrisiko und kommt entspannter ans Ziel.
Kurvenreiche Strecken und wechselndes Wetter machen eine Tour schnell anstrengender als gedacht. Der ADAC Hessen-Thüringen e.V. bündelt dafür fünf praktische Punkte, die sich vor einer Wochenendrunde genauso lohnen wie vor einer mehrtägigen Reise.
Im Kern geht es um zwei Dinge. Das Motorrad soll technisch belastbar sein und die Fahrerin oder der Fahrer bleibt mit sinnvoller Beladung und passenden Pausen innerhalb der eigenen Leistungsgrenze.
Die 5 wichtigsten Punkte vor der Abfahrt
- Technikcheck vor jeder Tour. Laut Mario Klein, Fahrsicherheitstrainer des ADAC Hessen-Thüringen, stehen die „3 großen B’s“ im Mittelpunkt. Beleuchtung, Bereifung und Bremsen. Zusätzlich gehören ein Blick auf Antriebskette und Motorölstand zur Routine. Bei längeren Reisen, bei Fahrten mit Sozius oder höherer Beladung sollte der Check besonders gründlich ausfallen, weil der Verschleiß spürbar steigt. Wer ins Ausland fährt oder eine große Tour plant, profitiert davon, den Check frühzeitig zu machen, damit im Zweifel Zeit für die Werkstatt bleibt.
- Schutzkleidung als Sicherheitsfaktor. Passender Helm, robuste Handschuhe und qualitativ gute Motorradbekleidung können das Verletzungsrisiko bei Sturz oder Unfall reduzieren. Auffällige Farben und Reflektoren verbessern die Sichtbarkeit im Verkehr. Weil sich die Wetterlage unterwegs schnell ändern kann, lohnt funktionsgerechte Kleidung je nach Ziel und Jahreszeit.
- Gepäck. Weniger ist oft sicherer. Fahrergewicht, voller Tank, Soziusbetrieb und Zuladung summieren sich schnell. Entscheidend ist das maximal zulässige Gesamtgewicht, das im Fahrzeugschein steht. Überladung ist ein Sicherheitsrisiko und kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Praktisches Beispiel aus dem ADAC-Hinweis. Mit einer ausreichend belastbaren Personenwaage lässt sich die Zuladung abschätzen. Die Maschine wird vollgetankt nacheinander mit Vorder- und Hinterrad auf die Waage gerollt und gewogen. Die Summe beider Werte, abgezogen vom zulässigen Gesamtgewicht, ergibt die maximal erlaubte Zuladung. Vor der Abfahrt sollte außerdem geprüft werden, ob das Gepäck die Scheinwerfereinstellung verändert hat. Details zur Beladung stehen beim ADAC unter adac.de.
- Tourenplanung nach Fitness und Erfahrung. Besonders Einsteiger unterschätzen laut ADAC häufig die körperliche Belastung und planen zu lange oder zu anspruchsvolle Etappen. Kurven, unebenes Gelände und Wetterumschwünge kosten Konzentration. Regelmäßige Stopps gehören daher in die Planung. Wer müde oder unwohl wird, sollte die Fahrt unterbrechen und pausieren. Für mehr Routine und Sicherheit gibt es Motorrad-Trainings beim ADAC unter fahrtraining.de.
- Unterwegs gelassen bleiben. Motorradfahren lebt auch von spontanen Pausen und kleinen Umwegen. Ein gewisses Maß an Flexibilität hilft, Stress zu vermeiden und die Tour realistisch an Tagesform und Bedingungen anzupassen. Inspiration für Touren in Hessen und Thüringen gibt es bei den ADAC Liebhaber-Touren unter adac.de. Für mehrtägige Reisen findet sich zudem eine Übersicht motorradfreundlicher Hotels unter adac.de.
Unterm Strich bringt eine kurze, systematische Vorbereitung meist mehr als jede spontane Routenoptimierung, weil Sicherheit und Fahrspaß auf Reisen häufig an den Basics hängen.
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |