Mein Mann, mein Mörder: Die Frauen hinter dem True-Crime-Fall
- Mein Mann, mein Mörder - Wegsehen tötet: Die Sky Original Dokumentation rekonstruiert einen jahrzehntelangen True-Crime-Fall.
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Mein Mann, mein Mörder - Wegsehen tötet. Eine 63-jährige Frau wird in ihrer Wohnung am Chiemsee von ihrem Partner getötet. Als ihr Cousin Burchard Dabinnus dessen Vergangenheit untersucht, stößt er auf eine jahrzehntelange Geschichte von Gewalt gegen Frauen.
Die Sky Original Dokumentation rekonstruiert den Fall von Saskia S., die 2013 in Prien am Chiemsee durch 14 Messerstiche starb. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur der Täter, sondern vor allem die Frauen, die mit ihm zusammenlebten und sich aus seinen Beziehungen zu lösen versuchten.
Mein Mann, mein Mörder - Wegsehen tötet: Vier Frauen im Mittelpunkt
Marja-Leena, Winfrieds erste Ehefrau, erlebt die Anfänge der Beziehung Ende der 1960er-Jahre in Paderborn. Auf Nähe und Zuwendung folgen Kontrolle und massive Gewalt, schließlich flieht sie mit der gemeinsamen Tochter Tuija zu ihrer Familie nach Finnland. Doch Winfried verfolgt sie auch dort weiter.
Später wiederholt sich die Gewalt mit Marion. Sie wird geschlagen, vergewaltigt und gefangen gehalten. Anfang der 1980er-Jahre verliebt sich Konstantina in Wien in Winfried, erstattet nach zunehmender Kontrolle und Gewalt mehrfach Anzeige und warnt vor ihm. 1984 erschießt er die 31-Jährige auf offener Straße vor den Augen ihres elfjährigen Sohnes.
Warnzeichen, die über Jahrzehnte folgenlos blieben
Fast drei Jahrzehnte später tötet Winfried Saskia. Gerichtsakten, persönliche Dokumente sowie Aussagen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zeichnen nach, wie seine Gewalttaten immer wieder aktenkundig wurden, ohne dass die Gefahr dauerhaft gestoppt wurde.
Die Dokumentation fragt deshalb auch nach der Rolle von Justiz, Psychiatrie und gesellschaftlichen Vorstellungen von Ehe und Partnerschaft. Sie untersucht, wie aus Liebe Kontrolle und aus Vertrauen Angst werden kann und warum Frauen trotz Hilferufen nicht ausreichend geschützt wurden.
Zwischen historischem Fall und aktueller Gewalt
Regisseurin Lena Leonhardt, die für Hundesoldaten mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde, verbindet den historischen Fall mit der Gegenwart. „Was mich bei der Arbeit an diesem Film am meisten erschüttert hat: Dieser Fall führt bis in die 60er-Jahre zurück - und fühlt sich trotzdem erschreckend gegenwärtig an", sagt Leonhardt.
Auch Kamila Schmid, Director Sky Original Non-Scripted Productions bei Sky Deutschland, ordnet den Fall ein: „Dieser Fall eines Seriengewalttäters ist so erschreckend wie unglaublich." Die rund 90-minütige Dokumentation produziert JANUS Productions für Sky Deutschland und startet am 19. November bei Sky und WOW.
Am selben Tag läuft der Film außerdem um 21 Uhr auf Sky Crime. Mein Mann, mein Mörder - Wegsehen tötet macht dabei sichtbar, wie sich Gewalt über Jahrzehnte wiederholen konnte, obwohl Warnzeichen vorhanden waren. [red]
Autor:Film und Fernsehen: Shows, Serien und Stars aus Ludwigshafen |