Medienzeiten zum Schulstart ordnen: So gelingen klare Regeln
- Nach den Ferien wieder in geregelte Medienzeiten zu finden ist nicht immer einfach. Doch es geht, wenn alle wissen, wie.
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Medienzeiten zum Schulstart ordnen. Zum Schulanfang lassen sich Bildschirmzeiten oft leichter begrenzen, weil der Alltag mit Stundenplan und festen Terminen ohnehin neu strukturiert wird.
Für viele Kinder bedeutet das nach den Ferien eine deutliche Umstellung. Schluss mit oft ausufernder Bildschirmzeit, zurück in einen getakteten Schulalltag. Für manche Kinder ist das wie ein kalter Entzug, sagt Florian Buschmann.
Gerade deshalb ist der Schulstart aus Sicht des Medienkompetenz-Experten ein günstiger Moment, um Absprachen neu festzulegen. Werden Regeln erst mitten im Schuljahr verschärft, könnten Begrenzungen eher wie eine Strafe für vergangenes Verhalten wirken, so Buschmann, nach Eigenauskunft selbst ehemals Betroffener von Mediensucht.
Klare Folgen vermeiden ständigen Streit
Wichtig ist laut Buschmann, dass Absprachen nicht bei der reinen Mediennutzung enden. Ebenso feststehen sollte, was passiert, wenn Grenzen überschritten werden. Bleibt das offen oder halten sich Eltern selbst nicht verlässlich an die vereinbarten Konsequenzen, wird jede Überschreitung erneut verhandelt. Das kann den Alltag zusätzlich belasten.
Schrittweise senken und früh nachprüfen
Damit der Wechsel nach den Ferien nicht zu abrupt ausfällt, können Medienzeiten auch nach und nach reduziert werden. Hilfreich ist nach dieser Einordnung außerdem ein fester Termin, an dem überprüft wird, ob die Regeln im Alltag funktionieren.
Als sinnvoller Zeitpunkt gilt dafür ein Check in den Herbstferien. Wer erst im Winter merkt, dass etwas kippt, hat unter Umständen bereits ein Schulhalbjahr verloren. Praktisch ist deshalb vor allem ein Neustart mit klaren Zeiten, festen Folgen und einem frühen Kontrolltermin. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |