Löwenzahn im Garten stehen lassen: 5 gute Gründe im Frühjahr
- Wenn im Frühjahr der Rasen „sauber“ wirken soll, wird Löwenzahn oft als erstes entfernt. Wer ihn stehen lässt, unterstützt früh blühende Wildpflanzen und damit mehr Artenvielfalt im Garten.
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Löwenzahn im Garten stehen lassen. Wer Löwenzahn nicht aussticht, sorgt im Frühjahr mit wenig Aufwand für mehr Nahrung und Lebensraum für Wildtiere und unterstützt damit die Artenvielfalt direkt vor der Haustür.
Viele Gärten werden im April besonders „ordentlich“ gemacht, dabei zählt gerade diese Zeit für Tiere. Die Deutsche Wildtier Stiftung weist darauf hin, dass frühblühende Wildkräuter wie der Gewöhnliche Löwenzahn für einige Wildtiere überlebenswichtig sein können, wenn nach dem Winter das Nahrungsangebot noch spärlich ist.
Löwenzahn fällt durch seine knallgelben Blüten auf und wächst nicht nur auf Wiesen, sondern als robuster Stadtbewohner sogar in schmalsten Asphaltfugen. Als Pusteblume ist er vielen bekannt. Im Garten wird er trotzdem oft als Unkraut eingestuft, obwohl er in der frühen Saison eine konkrete ökologische Funktion erfüllt.
Fünf Gründe, Löwenzahn nicht auszustechen
- Frühe Nahrungsquelle im Frühjahr. Vor allem im April, wenn nach frostigen Wochen noch wenig blüht, liefern Löwenzahnblüten früh verfügbare Nahrung und können damit eine Lücke schließen.
- Hilft Wildtieren in einer knappen Zeit. Die Deutsche Wildtier Stiftung ordnet Löwenzahn als wichtig ein, wenn das Nahrungsangebot für Wildtiere nach dem Winter noch gering ist.
- Fördert Vielfalt statt Monokultur im Rasen. Wo Löwenzahn neben anderen Wildkräutern wachsen darf, entsteht mehr Struktur und Blütenangebot. Das gilt als Basis für mehr Artenvielfalt.
- Robust und anpassungsfähig. Löwenzahn kommt auch mit schwierigen Standorten zurecht, vom Rasen bis zu verdichteten Stellen. Das macht ihn zu einer verlässlichen Frühjahrsblüte, selbst wenn andere Pflanzen noch aussetzen.
- Startpunkt für eine „bunte“ Wildpflanzen-Ecke. Artenschützer Tom Bluth von der Deutschen Wildtier Stiftung verweist darauf, dass nicht nur Löwenzahn zählt. Auch Taubnessel, wildes Veilchen, Gundermann, Huflattich und Schafgarbe können die Artenvielfalt fördern und den Garten im Frühjahr in ein Farbenmeer verwandeln.
Praktisch bedeutet das für den Gartenalltag: Ein paar gelbe Blüten im Rasen oder an einer weniger genutzten Ecke sind oft der einfachste Weg, im Frühjahr mehr Natur zuzulassen, ohne den ganzen Garten umzukrempeln.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |