Lederpflege für Motorradfahrer: Testsieger und Kauftipp
- Bei der Pflege der Motorradkleidung gilt: lieber regelmäßig und früh, um Rissbildung im Leder zu verhindern. (zu dpa: «Lederpflegemittel für Biker im Test - welche liegen vorn?»)
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Lederpflege für Motorradfahrer. Wer Motorradkleidung aus Leder regelmäßig pflegt, kann Nässeschutz, Optik und Geschmeidigkeit länger erhalten. Ein Test der Zeitschrift «Motorrad» zeigt, dass dafür nicht zwingend das teuerste Mittel nötig ist.
Untersucht wurden elf Lederpflegemittel mit einem rechnerischen Literpreis von 16,45 bis 72,95 Euro. Das Fazit lautet, dass für verschiedene Einsatzzwecke und Budgets empfehlenswerte Produkte dabei sind.
Testsieger punktet vor allem beim Nässeschutz
Testsieger ist die «Dr. Wack S100 Leder Pflege». Sie ist das einzige Produkt im Feld mit der Note «sehr gut» und kostet umgerechnet 35,80 Euro pro Liter. Das Produkt sei ganz offensichtlich auf die Bedürfnisse von Motorradfahrern abgestimmt, heißt es im Fazit. Das gilt vor allem für den Nässeschutz, weswegen das Produkt hier auch die Nase vorn hat.
Fast alle anderen Mittel seien «kompromissbereiter», lassen beim Nässeschutz reichlich Punkte, etwa Universal-Ledermittel. Für reine Schönwetterfahrer können andere Produkte aber trotzdem gut passen. Einige schneiden bei der Sofort-Farbauffrischung sogar merklich besser ab.
Diese Produkte landen im Test weit vorn
Auf Platz zwei folgt die «Armor All Lederpflege» mit der Note «gut» und einem Literpreis von 21,72 Euro. Beim Nässeschutz liegt sie nur im Mittelfeld, bei der Farbauffrischung aber vorn. Größere Schwächen leistet sich das Produkt laut Test nicht.
Dritter wird ebenfalls mit «gut» die «Poliboy Leder Intensiv Pflege». Sie ist mit 16,45 Euro pro Liter das günstigste Mittel im Test und zugleich der «Kauftipp» der Redaktion. Wer keine hohen Erwartungen an die Sofort-Farbauffrischung und den Nässeschutz habe, «bekommt für wenig Geld ein ordentliches Produkt, mit dem sich Leder wieder in Form bringen lässt».
Insgesamt schneiden sechs Produkte mit «befriedigend» ab. Zwei weitere kommen noch auf «ausreichend», darunter auch das teuerste Mittel auf dem vorletzten Platz.
Vor der Pflege zählt die schonende Reinigung
Vor dem Pflegen ist bei Lederbekleidung oft eine Reinigung sinnvoll. Wasser gilt dabei als Mittel der Wahl. Manche Teile eignen sich sogar für die Waschmaschine, sofern die Hinweise der Hersteller beachtet werden. Spezielle Waschmittel für Leder können dafür ebenfalls infrage kommen.
Für die manuelle Reinigung eignen sich laut Redaktion ein Schwamm und eine weiche Bürste. Genannt werden außerdem Lederseife oder ein Mix aus Duschgel und oder Neutralseife.
Beim Trocknen gilt Hitze als größtes Risiko für das Material. Trockner, Heizung oder direkte Sonne sind daher keine gute Wahl. Schonender ist langsames Trocknen auf einem Bügel bei Zimmertemperatur und guter Belüftung.
Für den Alltag ergibt sich daraus eine einfache Einordnung: Wer oft bei Regen fährt, achtet stärker auf den Nässeschutz, wer vor allem günstig pflegen will, findet schon im unteren Preisbereich ordentliche Mittel. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |