Kompost richtig anlegen: Fünf Regeln für schnellen Humus im Garten
- Der Frühling ist die perfekte Zeit, um einen Kompost anzulegen. (zu dpa: «So gelingt der Kompost: Fünf einfache Regeln»)
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Kompost richtig anlegen. Wer Küchen- und Gartenabfälle korrekt schichtet und pflegt, erhält wertvollen Humus für Beete und Rasen. Ein gut angelegter Kompost verbessert die Bodenstruktur und spart Dünger. Entscheidend sind Standort, Mischung der Materialien und ausreichend Luft.
Reifer Kompost gilt im Garten als natürlicher Nährstofflieferant. Laut Umweltbundesamt lässt sich die Zersetzung deutlich beschleunigen, wenn Aufbau und Pflege stimmen. Gleichzeitig lassen sich typische Probleme wie unangenehme Gerüche oder verdichtete Abfälle vermeiden.
Der richtige Platz verhindert Probleme
Ein Komposthaufen sollte an einem halbschattigen Ort stehen. Wichtig ist ein wasserdurchlässiger Boden, damit überschüssige Feuchtigkeit abfließen kann. Außerdem empfiehlt das Umweltbundesamt ausreichend Abstand zur Grundstücksgrenze, besonders zu Terrassen und Fenstern der Nachbarschaft.
Ein Drahtgitter unter dem Kompost kann zusätzlich helfen, Nagetiere fernzuhalten.
Schicht für Schicht entsteht guter Humus
Damit Mikroorganismen effizient arbeiten können, braucht der Kompost eine lockere Struktur und unterschiedliche Materialien. Der Naturschutzbund (Nabu) empfiehlt einen schichtweisen Aufbau.
- Unten liegen grobe Materialien wie Äste oder Reisig.
- Darauf folgen Laub und Rasenschnitt.
- Oben kommen Garten- und Küchenabfälle.
Diese Mischung sorgt dafür, dass Luft in den Haufen gelangt und organisches Material gleichmäßig verrottet.
Der Geruch zeigt, ob der Kompost funktioniert
Ein funktionierender Kompost riecht nach Angaben des Bayerischen Landesverbands für Gartenbau und Landespflege (BLGL) angenehm nach Erde oder Waldboden. Starker oder fauliger Geruch deutet meist darauf hin, dass der Haufen zu feucht ist oder zu wenig Sauerstoff enthält. Das passiert häufig, wenn große Mengen weicher und nasser Abfälle auf einmal auf dem Kompost landen.
Welche Gartenabfälle geeignet sind
Viele Materialien aus Garten und Küche können kompostiert werden. Laut Nabu gilt jedoch: Frischer Rasenschnitt und Unkraut sollten nur in kleinen Mengen auf den Haufen, trockener Rasenschnitt dagegen problemlos.
Auch Laub oder Erde aus dem Garten sind geeignet. Erkrankte Pflanzenteile oder stark von Schädlingen befallene Pflanzen gehören dagegen nicht in den Kompost. Äste und Strauchschnitt sollten vor dem Auflegen möglichst zerkleinert werden.
Regelmäßiges Umsetzen bringt Sauerstoff
Der Kompost sollte in Abständen umgesetzt werden. Der BLGL empfiehlt dafür eine Grabgabel. Beim Umsetzen gelangt Sauerstoff in den Haufen und verdichtete Klumpen werden aufgelockert.
Unter diesen Bedingungen entsteht nach einiger Zeit nährstoffreicher Humus, der Beete und Gartenboden langfristig verbessert. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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