Hybrid bleibt, Preis steigt: Das steckt im neuen Toyota RAV4
- Wer nicht viel wagt, gewinnt? Beim RAV-4 setzt Toyota mehr auf Evolution anstelle von Revolution.
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Toyota RAV4. Das meistverkaufte Toyota-SUV bleibt seinem Konzept treu und kombiniert vertraute Technik mit moderner Software. Die neue Generation bringt mehr digitale Funktionen, etwas mehr Effizienz und größere Akkus im Plug-in-Hybrid. Allerdings steigt auch der Einstiegspreis deutlich.
Der RAV4 gehört weltweit zu den erfolgreichsten SUV und konkurriert mit Modellen wie VW Tiguan, Hyundai Tucson oder Ford Kuga. Wenn die neue Generation im Juni in den Handel kommt, bleibt vieles bewusst vertraut. Die Japaner vermeiden große Experimente, um die bestehende Kundschaft nicht zu verlieren.
Auf dem Papier wird das Modell jedoch teurer. Der Einstiegspreis steigt um 3.000 Euro auf 43.990 Euro. Toyota hat dafür die frühere Basisversion gestrichen und die Ausstattung erweitert. Nach Herstellerangaben ergibt sich dadurch rechnerisch ein Vorteil von mehr als 2.500 Euro.
Kantigeres Design, aber vertraute Abmessungen
Optisch wirkt das SUV markanter. Der RAV4 bekommt schärfer gezeichnete Scheinwerfer und insgesamt mehr Kanten im Design. Mit 4,60 Metern Länge und einem Radstand von 2,69 Metern bleiben die Abmessungen jedoch unverändert.
Im Innenraum bleibt das Layout klassisch. Die Bedienelemente sind etwas kantiger gestaltet und der Bildschirm über der Mittelkonsole wirkt schlanker. Materialien und Farben bleiben eher schlicht und folgen dem bekannten Toyota-Stil.
Schnellere Software und mehr digitale Funktionen
Deutlich sichtbarer ist der Generationswechsel bei der Elektronik. Toyota hat die Softwarearchitektur komplett überarbeitet. Das System arbeitet laut Hersteller mit viermal mehr Rechenleistung und achtmal mehr Speicher.
Damit sollen mehr Apps und individuelle Anpassungen möglich sein. Navigationsdienste wie Google Maps oder Waze können auch in den digitalen Instrumenten angezeigt werden. Zudem lässt sich das System künftig per Update aktualisieren. Streamingdienste wie Spotify können dadurch nachträglich integriert werden.
Praktische Details im Innenraum
Neben der Digitalisierung setzt Toyota auf praktische Lösungen im Alltag. Dazu gehören zusätzliche Ablagen und kleine Fächer hinter den Türgriffen.
Weitere Beispiele im Innenraum:
- Zwei kabellose Ladeschalen für Smartphones
- Variable Mittelkonsole mit beidseitig zu öffnendem Deckel
- Abnehmbarer und umdrehbarer Konsolendeckel, der als kleine Ablagefläche genutzt werden kann
Hybrid bleibt das zentrale Antriebskonzept
Unter der Motorhaube bleibt Toyota seiner Strategie treu. Der RAV4 wird weiterhin ausschließlich mit Hybridantrieb angeboten. Basis ist ein 2,5-Liter-Vierzylinder mit 105 kW und 143 PS.
Der klassische Hybrid ist als Fronttriebler mit 136 kW und 185 PS oder mit Allradantrieb und 142 kW beziehungsweise 194 PS erhältlich. Rein elektrisch fährt diese Variante nur kurze Strecken. Laut Hersteller ist der Verbrauch jedoch um rund zehn Prozent gesunken. Im besten Fall werden 4,9 Liter pro 100 Kilometer angegeben.
Beim Plug-in-Hybrid wächst der Akku um etwa 30 Prozent auf 22,7 Kilowattstunden. Dadurch steigt die elektrische Normreichweite auf bis zu 137 Kilometer. Die Systemleistung liegt je nach Version bei 200 kW und 272 PS oder bei 227 kW und 309 PS.
Geladen wird serienmäßig mit bis zu 11 Kilowatt an Wechselstrom. In einigen Varianten ist erstmals auch Schnellladen mit Gleichstrom möglich. Die Leistung liegt dann bei bis zu 50 Kilowatt.
Komfortables Fahrverhalten statt Sportlichkeit
Beim Fahrverhalten setzt Toyota weiterhin auf Komfort und Gelassenheit. Das SUV ist weich abgestimmt, lenkt präzise und bleibt im Alltag unauffällig. Selbst die stärkste Version beschleunigt in 5,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h.
Die stufenlose Automatik arbeitet inzwischen deutlich harmonischer als bei älteren Generationen. Starke Drehzahlsprünge oder der sogenannte Gummibandeffekt treten im normalen Fahrbetrieb kaum noch auf.
Unterm Strich bleibt der RAV4 ein bewusst konservatives SUV. Neue Software, größere Akkus und etwas mehr Effizienz modernisieren das Modell, ohne das bewährte Konzept grundlegend zu verändern. Für viele Käufer dürfte genau diese Mischung den Reiz ausmachen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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