Hitzewelle in Baden-Württemberg: Juni-Rekord von 39 Grad wackelt
- Wetterexperten halten am Sonntag oder Montag auch einen Juni-Temperatur-Rekord für möglich.
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Stuttgart. Baden-Württemberg steuert auf die bislang heißesten Tage des Jahres zu. Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes könnten die Temperaturen am Wochenende oder zu Beginn der kommenden Woche sogar den bisherigen Juni Rekord von 38,9 Grad erreichen.
Der bisherige Höchstwert wurde am 30. Juni in Mannheim gemessen. Damals zeigte das Thermometer 38,9 Grad. Laut Deutschem Wetterdienst könnten Werte um 39 Grad nun wieder erreicht werden. Besonders im Breisgau und im Rheintal rechnen Meteorologen am Sonntag, 21. Juni, oder Montag, 22. Juni, mit extremen Temperaturen.
Hitze baut sich Tag für Tag auf
Die Hitze entsteht durch das Hoch „Gorgias“. Nach Angaben des Wetterdienstes steigen die Temperaturen jetzt täglich an. Für einen so frühen Zeitpunkt im Sommer gilt diese Entwicklung als ungewöhnlich. Solche Werte treten normalerweise eher im Juli oder Anfang August auf.
Der absolute Landesrekord von rund 40 Grad wird in den kommenden Tagen allerdings voraussichtlich nicht erreicht.
Bereits am Donnerstag, 18. Juni, wird ein sehr warmer Sommertag erwartet. Gleichzeitig warnen Meteorologen vor Gesundheitsrisiken. Vor allem ältere und pflegebedürftige Menschen können durch die Hitze stark belastet werden.
Bis zu 38 Grad und mögliche Gewitter
Am Donnerstag steigen die Temperaturen laut Prognose auf etwa 31 Grad im Bergland und im Allgäu. Am Oberrheingraben sind bis zu 37 Grad möglich.
Am Freitag, 19. Juni, wird es noch heißer. Dann erwarten Experten Höchstwerte zwischen 32 Grad im Bergland und bis zu 38 Grad entlang des Rheins. In der zweiten Tageshälfte können vom Bergland aus Schauer und Gewitter entstehen.
Die höchsten Temperaturen werden voraussichtlich im Breisgau erreicht. Besonders heiß könnte es rund um Freiburg und Offenburg werden. Auch in Karlsruhe und Mannheim sind sehr hohe Werte möglich. Andere Regionen bleiben im Vergleich etwas kühler.
Tropische Nächte in einigen Städten
Zusätzlich zur Tageshitze drohen in einigen Städten sogenannte tropische Nächte. In der Nacht zum Samstag, 20. Juni, und zum Sonntag, 21. Juni, könnte die Temperatur örtlich nicht unter 20 Grad sinken.
Das erschwert die nächtliche Abkühlung von Wohnungen und belastet den Kreislauf zusätzlich.
- Wohnräume früh morgens lüften
- Direkte Sonne mit Rollläden oder Vorhängen abschirmen
- Ausreichend trinken und körperliche Anstrengung vermeiden
- Ältere Menschen besonders im Blick behalten
Schon der Juni des vergangenen Jahres war außergewöhnlich warm. Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,8 Grad gehörte er laut Deutschem Wetterdienst zu den wärmsten seit Beginn der Messungen. Wärmer war nur das Jahr 2003. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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