Heizkosten sparen: Nachtabsenkung richtig einstellen

Digitale Thermostate ermöglichen eine zeitgesteuerte Temperaturregelung in einzelnen Räumen ohne Zugang zur Heizungsanlage. | Foto: Karolin Krämer/dpa-mag
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Nachtabsenkung. Eine automatisch niedrigere Temperatur in der Nacht kann in Einfamilienhäusern fünf bis zwölf Prozent Heizenergie sparen und kostet beim morgendlichen Aufheizen nicht mehr Energie als sie zuvor einspart.

Die zentrale Einstellung am Regelgerät senkt den Heizbetrieb zu festgelegten Zeiten. Als Beispiel kann die Raumtemperatur eine Stunde vor dem Zubettgehen von 18 auf 16 Grad fallen und eine Stunde vor dem Aufstehen wieder angehoben werden. Das Informationsprogramm Zukunft Altbau widerspricht damit der verbreiteten Annahme, das Wiederaufheizen hebe den Spareffekt wieder auf.

Die Zeitsteuerung muss zum Tagesablauf passen

Entscheidend sind Heizzeiten, die dem tatsächlichen Rhythmus des Haushalts folgen. Viele Anlagen erlauben ein separates Programm fürs Wochenende. Dann kann die Absenkung etwa später beginnen, wenn Räume am Samstagabend länger genutzt werden.

Zur Umstellung auf die Winterzeit am Sonntag, 25. Oktober, sollte auch die Zeitschaltuhr der Heizung kontrolliert werden. Anders als Smartphones oder Funkuhren stellt sie sich häufig nicht selbst um. Bleibt die Uhrzeit unverändert, beginnt das morgendliche Aufheizen eine Stunde zu früh und die Leistung wird abends womöglich ebenfalls eine Stunde früher abgesenkt.

Fußbodenheizungen reagieren langsamer

Wie viel die Nachtabsenkung bringt, hängt vom Heizsystem ab. Bei trägen Systemen wie einer Fußbodenheizung ist der Effekt geringer, weil sie Räume nur langsam abkühlen und wieder erwärmen. Die Energieberatung der Verbraucherzentralen beziffert das Einsparpotenzial der zentralen Absenkung in Einfamilienhäusern auf fünf bis zwölf Prozent der Heizenergie.

Mieter ohne Zugriff auf die zentrale Heizungsanlage können die Temperatur zumindest raumweise mit programmierbaren Heizkörperthermostaten steuern. Batteriebetriebene Modelle ohne zentrale Steuerung sind im Baumarkt günstig erhältlich, vernetzte Varianten mit App-Steuerung und Zusatzfunktionen können bis zu 50 Euro je Gerät kosten.

In großen Mehrfamilienhäusern fällt der Einspareffekt solcher Thermostate laut Verbraucherzentrale geringer aus als bei einer Absenkung direkt an der Heizungsanlage. Für einzelne Räume können passend programmierte Heizzeiten die Heizkosten dennoch senken. [dpa/red]

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dpa content aus Ludwigshafen

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