Häufige Sommergewitter im Schwarzwald: Warum Berge Blitze auslösen

Vor allem im Bergland kann es krachen. (Archivbild) | Foto: Jan Eifert/dpa
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Deutschland. Heftige Sommergewitter entstehen besonders häufig in Gebirgsregionen wie dem Schwarzwald oder den Alpen. Der Grund liegt vor allem an der besonderen Wirkung von Bergen auf warme und feuchte Luft.

Typisch ist ein kurzer aber intensiver Wetterumschwung. Der Himmel verdunkelt sich. Blitze zucken. Starkregen, Hagel oder umstürzende Bäume können folgen. Nach kurzer Zeit ist das Gewitter meist wieder vorbei. Zurück bleiben jedoch manchmal überflutete Straßen oder Schäden durch Wind und Hagel.

Berge gelten als Brutstätte für Gewitter

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes treten Gewittertage in bergigen Regionen deutlich häufiger auf als im Flachland. Besonders viele Gewitter werden in den bayerischen Alpen, im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb, im Bayerischen Wald und im Erzgebirge registriert.

Der Grund ist die Topografie. Strömt Luft gegen einen Berg, kann sie nicht ausweichen. Sie wird an den Hängen nach oben gedrückt. Beim Aufsteigen sinkt der Luftdruck. Die Luft dehnt sich aus und kühlt ab. Wasserdampf kondensiert zu Wolken. Steigt die Luft weiter auf, können sich daraus mächtige Gewitterwolken entwickeln.

Gewitter entstehen deshalb oft direkt über dem Bergland und ziehen anschließend in umliegende Regionen weiter.

Nicht nur Hitze entscheidet

Hohe Temperaturen allein reichen für ein Gewitter nicht aus. Entscheidend sind mehrere Bedingungen in der Atmosphäre.

  • Großer Temperaturunterschied zwischen Boden und höheren Luftschichten
  • Hoher Feuchtigkeitsgehalt der Luft
  • Starke aufsteigende Luftbewegungen

Für die Bildung von Gewittern muss die aufsteigende Luft Höhen erreichen, in denen Temperaturen deutlich unter minus zehn Grad herrschen. Dort entstehen Eis oder Graupelteilchen. Diese sorgen für eine elektrische Ladungstrennung innerhalb der Wolke.

Wie Blitze und Hagel entstehen

In den bis zu zwölf Kilometer hohen Gewitterwolken baut sich ein starkes elektrisches Spannungsfeld auf. Dieses entlädt sich schließlich als Blitz. Entladungen können innerhalb der Wolke oder zwischen Wolke und Erdboden stattfinden.

Auch Hagel kann entstehen. Besonders große Hagelkörner bilden sich häufiger, wenn der Wind in höheren Luftschichten seine Richtung ändert oder deutlich stärker wird. Dann bleiben die Eispartikel länger in der Wolke und wachsen weiter an. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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