Gute Kindersonnencreme muss nicht teuer sein: Testsieger günstig
- Die Stiftung Warentest hat 23 Sonnenschutzmittel für Kinder untersucht.
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Kindersonnencreme im Test. Guter UV‑Schutz für Kinder muss laut Stiftung Warentest kein teures Markenprodukt sein. In einem Vergleich schneiden ausgerechnet die günstigsten Sonnensprays am besten ab. Für Familien kann sich deshalb ein Blick auf Preis und Testergebnis gleichzeitig lohnen.
Viele Kinder mögen das Eincremen im Sommer nicht besonders. Trotzdem gilt regelmäßiger Sonnenschutz als wichtig, um Sonnenbrand und langfristige Hautschäden zu vermeiden.
Die Zeitschrift Stiftung Warentest hat dafür 23 Sonnenschutzmittel für Kinder untersucht (Ausgabe 7/2026). Geprüft wurde unter anderem, ob der angegebene Lichtschutzfaktor tatsächlich erreicht wird und ob problematische Stoffe für Mensch oder Umwelt enthalten sind.
Günstige Produkte erreichen die besten Noten
14 der 23 getesteten Sonnenschutzmittel erhalten die Note "gut". Zwei besonders günstige Produkte teilen sich sogar den Testsieg mit der Note 1,7.
- "Cien Sun Kids Sonnenspray" von Lidl. 2,60 Euro pro 100 Milliliter.
- "Sonnenspray für Kinder Sensitiv" von Tabaluga. 2,54 Euro pro 100 Milliliter.
Knapp dahinter folgen weitere preiswerte Produkte mit der Note 1,8:
- "Sunozon Kids Sonnenmilch" von Rossmann. 2,65 Euro pro 100 Milliliter.
- "Sundance Kids Sensitiv Sonnenspray" von dm. 3,13 Euro pro 100 Milliliter.
Einige Produkte halten den Schutz nicht ein
Nicht alle Mittel überzeugen im Test. Fünf der geprüften Sonnenschutzprodukte fallen mit der Note «mangelhaft» durch. Der Grund ist laut Untersuchung, dass sie den versprochenen Lichtschutzfaktor nicht erreichen.
Auch Umweltaspekte spielen eine Rolle. In vielen Produkten finden sich Stoffe, die Gewässer belasten können, etwa wenn Sonnenschutz beim Baden ins Wasser gelangt. Kritisch sehen die Tester neben bestimmten chemischen UV‑Filtern auch den Stabilisator Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA). Dieser Stoff lässt sich nur schwer aus Abwasser herausfiltern. In sechs getesteten Produkten wurde er nachgewiesen.
Spuren eines verbotenen Weichmachers gefunden
Zusätzlich prüfte das Testteam, ob sich der Weichmacher DnHexP nachweisen lässt. Bei der Herstellung des UV‑Filters DHHB kann es zu Verunreinigungen mit diesem Stoff kommen. In der Europäischen Union ist DnHexP in Kosmetik verboten, weil er als fortpflanzungsschädigend gilt.
In drei der 16 Produkte mit dem UV‑Filter DHHB fanden die Tester entsprechende Spuren. Die Zeitschrift ordnet jedoch ein: «Von den gemessenen Konzentrationen geht kein unmittelbares Gesundheitsrisiko aus». Die betroffenen Sonnenschutzmittel erhielten jeweils die Note «ausreichend».
Kindersonnencreme eignet sich oft auch für Erwachsene
Kindersonnencremes können laut Stiftung Warentest auch für Erwachsene sinnvoll sein. Sie enthalten häufig keine Duftstoffe und sind deshalb für Menschen mit Duftstoffallergien eine gute Option.
Umgekehrt schützt auch eine normale Sonnencreme Kinder zuverlässig, wenn gerade kein spezielles Produkt für Kinder verfügbar ist. Entscheidend bleibt der ausreichende UV‑Schutz. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |