Grundriss flexibel planen: Weniger Wände sparen Aufwand

Ein offener Grundriss ohne feste trennende Wände senkt die Baukosten und sorgt für ein helles, großzügiges Raumgefühl. | Foto: Daniel Maurer/dpa-mag
  • Ein offener Grundriss ohne feste trennende Wände senkt die Baukosten und sorgt für ein helles, großzügiges Raumgefühl.
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Grundriss planen. Weniger tragende Innenwände machen ein neues Eigenheim später leichter veränderbar und können beim Bau kleine Kostenposten senken. Wer Räume zunächst mit Trockenbauwänden trennt, bleibt flexibler, wenn Kinder ausziehen oder sich der Platzbedarf im Alltag ändert.

Der Verband Privater Bauherren weist darauf hin, dass Trockenbauwände im Vergleich zu massiven Innenwänden schneller und unkomplizierter entfernt werden können. So lassen sich Räume vergrößern oder zusammenlegen, ohne gleich tief in die Bausubstanz einzugreifen.

Durchgehender Boden spart später Aufwand

"Vorausschauende Bauherren planen das direkt ein und lassen den Bodenbelag unter den Trockenbauwänden durchlaufen", rät Klaus-Peter Frenzel vom Verband Privater Bauherren (VPB). "So kann man später etwa aus zwei Kinderzimmern einen großen Hobby- oder Fitnessraum gestalten - ohne allzu großen Aufwand."

Praktisch wird diese Planung vor allem bei Räumen, deren Nutzung sich absehbar ändern kann. Dazu zählen etwa Kinderzimmer, Arbeitszimmer oder Gästezimmer. Läuft der Bodenbelag unter einer leichten Trennwand weiter, bleibt nach dem Entfernen keine Lücke im Boden zurück.

Offene Grundrisse reduzieren Wände und Türen

Auch ein offener Grundriss kann beim Neubau Kosten begrenzen. Wenn im Erdgeschoss Diele, Küche, Wohn- und Essbereich als zusammenhängender Bereich geplant werden, braucht es weniger Innenwände und meist auch weniger Türen. Nach Einschätzung des VPB sind die Einsparungen im Verhältnis zum gesamten Hausbau zwar eher klein, können sich aber summieren.

Der offene Grundriss im Erdgeschoss ist dem Verband zufolge inzwischen weit verbreitet. In vielen Einfamilienhäusern gebe es dort nur noch eine Innentür, nämlich die zur Gästetoilette.

Wichtig bleibt die statische Planung: Tragende Wände lassen sich später nicht ohne Weiteres entfernen, leichte Trennwände dagegen deutlich einfacher. Für Bauherren bedeutet das vor allem, Grundriss, Bodenbelag und mögliche spätere Nutzungen früh zusammenzudenken. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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