Giftpflanzen für Kinder erkennen: Diese Arten besser meiden
- Wer ein kleines Kind mit Entdeckungslust hat, sollte genau prüfen, welche Pflanzen im Garten einziehen.
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Giftpflanzen für Kinder erkennen. In Wohnung und Garten lassen sich Risiken oft schon vor dem Pflanzenkauf verringern, denn einige beliebte Arten können bei Kindern Hautreizungen, Schwellungen oder Magen-Darm-Beschwerden auslösen.
Kinder fassen Blätter, Stiele und Beeren häufig an oder stecken Pflanzenteile in den Mund. Meist bleibt das laut der Aktion Das Sichere Haus harmlos. Bei manchen Zimmer- und Gartenpflanzen können wegen des geringen Körpergewichts aber schon kleine Mengen stärker wirken.
Diese Zimmerpflanzen können Beschwerden auslösen
Mehrere verbreitete Zimmerpflanzen enthalten Stoffe, die für Kinder kritisch werden können.
- Fensterblatt, auch Monstera genannt. Der Pflanzensaft kann Hautreizungen verursachen. An Schleimhäuten im Mund sind Schwellungen möglich. Beim Verschlucken drohen Erbrechen und Durchfall, selten auch Krämpfe.
- Efeutute. Kontakt mit Haut und Schleimhäuten kann Schwellungen und Bläschen auslösen. Gelangt Pflanzensaft ins Auge, sind Reizungen möglich. Nach dem Verschlucken kommen unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Herzrasen oder Ohnmacht vor.
- Dieffenbachie. Sie gilt laut Aktion Das Sichere Haus als sehr giftig. Bei Druck oder heftiger Bewegung können scharfe Kristalle aus der Pflanze austreten und schwere Entzündungen auf Haut, Schleimhäuten und im Auge auslösen. Werden Pflanzenteile verschluckt, kann der Mund-Rachen-Raum anschwellen und Atemnot verursachen.
Auch im Garten sind nicht alle Pflanzen harmlos
Zu den eher schwach giftigen Gartenpflanzen gehört die Schneebeere mit ihren bei Kindern beliebten «Knallerbsen». Die weißen Beeren können bei Verzehr Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen. Bei größeren Mengen wirkt ein Kind unter Umständen verwirrt.
Auch Gemeiner Efeu kann nach dem Essen von Pflanzenteilen zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Besonders kritisch sind stark giftige Arten wie Blauer Eisenhut oder Engelstrompete. Wachsen solche Pflanzen dort, wo Kinder spielen, steigt das Risiko schwerer Vergiftungen deutlich.
Vor dem Kauf lohnt der Blick in Pflanzendatenbanken
Wer neue Pflanzen für Wohnung, Balkon oder Garten auswählt, kann die Giftigkeit vorab prüfen. Die Aktion Das Sichere Haus stellt online eine Giftpflanzendatenbank und eine Positivliste mit unbedenklicheren Arten bereit. Dazu zählen etwa Rosen, Lavendel und Margeriten.
Im Notfall zählt eine schnelle Einordnung
Hat ein Kind von einer Pflanze gegessen, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung dazu, ruhig zu bleiben, Pflanzenreste aus dem Mund zu entfernen und ein oder zwei Gläser Wasser oder Tee zu geben. So lassen sich die aufgenommenen Stoffe verdünnen.
Für die weitere Einschätzung hilft der Anruf beim zuständigen Giftinformationszentrum. Sinnvoll sind dabei Angaben zur Pflanze, zum gefressenen Pflanzenteil, zur Menge, zum Zeitpunkt sowie zu Alter und Gewicht des Kindes. Bei starken Symptomen wie Bewusstlosigkeit oder Atemnot ist der Notruf 112 nötig. So lässt sich das Risiko durch Giftpflanzen im Alltag meist besser einordnen und schneller begrenzen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |