Genf – Stadt der Sünde?: Diese 3sat-Doku blickt hinter die Kulissen
- Genf – Stadt der Sünde?: Die investigative 3sat-Doku beleuchtet Skandale und Recherchen aus Genf über mehrere Jahrzehnte.
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Genf – Stadt der Sünde?. Genf gilt als internationaler Treffpunkt für Diplomatie und große Organisationen. Eine investigative Doku nimmt jetzt genau diese Fassade auseinander und erzählt von Fällen, die sich über Jahrzehnte bis in die Gegenwart ziehen.
„Genf – Stadt der Sünde?“ steht in der 3satMediathek bereit.
Zwölf Recherchen, die Genf von einer anderen Seite zeigen
Im Zentrum stehen zwölf investigative Recherchen zu Kriminalfällen sowie zu Wirtschafts-, Politik-, Korruptions- und Spionageskandalen in Genf. Autor Dave Leins greift dabei Geschichten aus den letzten Jahrzehnten auf und führt sie bis heute weiter. Genf ist dabei nicht irgendein Schauplatz: In der vergleichsweise kleinen Stadt sitzen unter anderem der zweite Hauptsitz der UNO sowie die Hauptsitze von WHO und WTO. Außerdem arbeiten dort zahlreiche internationale Organisationen, Hunderte NGOs, globale Rohstoffhändler, Banken und Anwaltskanzleien.
Verdeckte Aufnahmen, Giftmüll und ein Fall aus deutscher Sicht
Der Film zeigt auch verdeckt gedrehte Szenen. Zu sehen sind unter anderem Genfer Anwälte, die einem vermeintlichen Kunden erklären, wie sich 80 Millionen Dollar waschen lassen. Außerdem geht es um einen globalen Konzern, der in Afrika Giftmüll entsorgte, sowie um philippinische Frauen, die in einer pakistanischen Vertretung in Genf Sklavenarbeit verrichteten. Auch der Fall Uwe Barschel spielt eine Rolle, einer der bekanntesten Todesfälle der Genfer Geschichte.
So arbeiten Investigativteams, und so riskant kann es werden
Neben den Fällen rückt die Doku die Arbeitsweise von Investigativjournalistinnen und Investigativjournalisten in den Fokus. Journalistinnen und Journalisten berichten dabei auch über Recherchen zu chinesischen Agenten auf dem UNO-Gelände sowie über ein Genfer Detektivbüro, das im Auftrag der Vereinigten Arabischen Emirate Rufmordkampagnen organisiert haben soll.
Der Film thematisiert Hindernisse, persönliche Risiken und die Möglichkeit, dass Investigativjournalistinnen und Investigativjournalisten selbst zu Opfern werden können. KI-generierte Animationen und Archivaufnahmen veranschaulichen die Fälle. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |