Garten im Sommer schützen: So helfen Mulch, Humus und Schatten

Wenn der Boden durstig wird: Risse zeigen, wie stark anhaltende Trockenheit dem Boden zusetzen kann. | Foto: Martin Schutt/dpa/dpa-mag
  • Wenn der Boden durstig wird: Risse zeigen, wie stark anhaltende Trockenheit dem Boden zusetzen kann.
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Garten im Sommer schützen. Mulch, humusreicher Boden und etwas Schatten helfen dabei, Pflanzen besser durch Trockenheit, Hitze und Starkregen zu bringen.

Lange trockene Phasen, starke Sonne und heftige Schauer belasten im Alltag Beete, Sträucher und Obstpflanzen oft gleichzeitig. Die Bayerische Gartenakademie ordnet ein, welche einfachen Maßnahmen den Boden stabiler machen und Schäden an Pflanzen begrenzen können.

Trockenheit lässt sich vor allem über den Boden abfedern

Bleibt Regen über Wochen aus, trocknet der Boden stark aus und kann rissig werden. Dann geht es nicht nur ums Gießen. Gründüngung und Kompost erhöhen den Humusanteil im Boden. Das hilft dabei, Wasser länger zu speichern.

Auch Mulch senkt die Verdunstung. Dafür wird freie Erde mit organischem Material bedeckt.

  • Rasenschnitt
  • junge Unkräuter
  • weicher Heckenrückschnitt
  • Stroh

Hitze stresst Blätter, Früchte und junge Pflanzen

Extreme Hitze und starke Sonneneinstrahlung können Pflanzengewebe schädigen. Blätter von Stauden und Gehölzen trocknen aus. Früchte und Beeren bekommen teils helle Stellen.

Als vorübergehender Schutz kommen etwa Sonnenschirme infrage. Bäume und Hecken werden im Sommer besser nur sparsam geschnitten, damit genügend Blätter als natürlicher Sonnenschutz bleiben. Wer neu pflanzt, kann laut Naturschutzbund Nabu auf Arten setzen, die Sonne und Wärme gut vertragen. Dazu zählen etwa Lavendel, Bergaster oder Blumen-Esche.

Starkregen schadet oft erst nach dem Schauer

Nach kräftigem Regen kann der Boden beim Abtrocknen verkrusten und später wieder Risse bilden. Eine Mulchschicht puffert große Tropfen ab und leitet Wasser besser in den Boden. Regelmäßiges vorsichtiges Aufhacken kann zusätzlich helfen.

Nach längeren Trockenphasen platzen bei starkem Niederschlag mitunter Früchte auf, weil die Fruchthaut nicht schnell genug mitwächst. Solche Früchte lassen sich möglichst zügig verwerten, da sie anfälliger für Pilze und Insekten sind.

Auch Hagel und Platzregen beschädigen Blätter und Früchte. Geschädigte Pflanzenteile werden deshalb meist entfernt, auch unreife Früchte. Sonst können sich Schimmel und Fäulnis leichter ausbreiten. Wer dicht stehende Blätter und Geiztriebe ausdünnt, sorgt außerdem dafür, dass Pflanzen nach Regen schneller abtrocknen. Unterm Strich kommt es im Sommer vor allem darauf an, den Boden widerstandsfähig zu halten und Pflanzen vor Extremen etwas zu entlasten. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Kaiserslautern

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