Führungswechsel im Landeskommando Hessen: Reinhardt übernimmt
- Führungswechsel im Landeskommando Hessen beim militärischen Appell vor dem Schloss Biebrich.
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Bundeswehr: Generalleutnant André Bodemann, Stellvertreter des Befehlshabers des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr und Kommandeur Territoriale Aufgaben, hat am 22. September in Wiesbaden die Führung des Landeskommandos Hessen übergeben. Bei einem militärischen Appell vor dem Schloss Biebrich übertrug er das Kommando von Brigadegeneral Holger Radmann an Brigadegeneral Markus Reinhardt. An der Zeremonie nahmen nach Angaben der Bundeswehr rund 400 Gäste teil, darunter Ministerpräsident Boris Rhein, dessen Stellvertreter Staatsminister Kaweh Mansoori, Kabinettsmitglieder, Abgeordnete, Landräte, Vertreter der sogenannten Blaulichtfamilie sowie der US-Army.
Radmanns Dienstzeit im Landeskommando Hessen sei von der Zeitenwende und den damit verbundenen Herausforderungen geprägt gewesen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sei gewesen, Hessen auf die Anforderungen des Operationsplans Deutschland sowie auf mögliche Krisen vorzubereiten und Verteidigung als gesamtgesellschaftliche und gesamtstaatliche Aufgabe zu betrachten. Zudem habe er die Beziehungen zwischen Bundeswehr und Wirtschaft vorangetrieben; laut Mitteilung bekennen sich mittlerweile über 550 hessische Unternehmen, Kommunen und weitere Institutionen zur zivil-militärischen Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Radmann wechselt als Deputy Chief of Staff Operations/Plans in das Operative Führungskommando der Bundeswehr.
Rolle des Landeskommandos
Der neue Kommandeur, Brigadegeneral Markus Reinhardt, war vor seinem Wechsel nach Wiesbaden Verteidigungsattaché im Militärattachéstab der Deutschen Botschaft in Paris. Der Luftwaffengeneral trat 1987 in die Bundeswehr ein und durchlief nach Angaben der Mitteilung zahlreiche nationale und internationale Verwendungen.
Zum Hintergrund teilte die Bundeswehr mit: Das Landeskommando sei Bindeglied zwischen Bundeswehr, Landesregierung und zivilen Behörden. Vor dem Hintergrund der veränderten sicherheitspolitischen Lage hätten Landes- und Bündnisverteidigung sowie die zivil-militärische Zusammenarbeit an Bedeutung gewonnen; Hessen habe aufgrund seiner zentralen Lage eine besondere Stellung als Transitland. Genannt werden außerdem die Präsenz der Bundeswehr sowie zahlreicher US-amerikanischer Streitkräfte in Hessen und der Region. red/est
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |