Fluggast-Klagen am Flughafen Stuttgart nehmen weiter zu
- In Baden-Württemberg haben Tausende gegen Airlines geklagt. (Symbolbild)
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Fluggast-Rechte. Am Flughafen Stuttgart spüren Reisende die Folgen verspäteter und gestrichener Flüge immer häufiger vor Gericht. Im vergangenen Jahr gingen bei den zuständigen Amtsgerichten in Baden-Württemberg mehr als 5.578 Entschädigungsklagen gegen Airlines ein.
Am Amtsgericht Nürtingen, das für den Flughafen Stuttgart zuständig ist, wurden 3.665 Klagen registriert. Für den Flughafen Karlsruhe Baden-Baden waren es am Amtsgericht Bühl 1.913 Verfahren. Damit ist die Zahl der Klagen im Südwesten im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.
Südwesten liegt bundesweit im hinteren Feld
Trotz des Anstiegs liegt Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich der 19 größten Flughafenstandorte auf den hinteren Plätzen. Die meisten Klagen entfielen auf Köln mit 22.491 Verfahren, gefolgt von Frankfurt am Main mit 19.374 und dem Amtsgericht Königs Wusterhausen mit 19.239 Klagen für den Hauptstadtflughafen BER. An diesen Standorten werden deutlich mehr Fluggäste abgefertigt.
Gerichte zunehmend durch Fluggastverfahren belastet
Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr mehr als 121.000 Klagen von Reisenden gezählt. Das waren rund 10.000 weniger als im Vorjahr. Im Vergleich zu vor fünf Jahren ist die Zahl jedoch deutlich gestiegen. Damals lag sie bei rund 37.000 Verfahren. Nach Angaben des Deutschen Richterbundes machen Fluggastklagen an vielen Gerichten inzwischen mehr als die Hälfte aller Zivilfälle aus.
In den Verfahren verlangen Reisende meist Entschädigungen wegen ausgefallener oder verspäteter Flüge. Teilweise geht es auch um Streitigkeiten aus Reiseverträgen. Fluggäste können wählen, ob sie am Sitz der Airline oder am Abflugort klagen. Zunehmend werden dafür spezialisierte Portale genutzt, die Ansprüche gebündelt durchsetzen und dafür einen Teil der Entschädigung einbehalten. dpa/red
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Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |