Ferienstart in Thüringen: So lassen sich Staus auf A4 und A9 umgehen
- Stauprognose zum Sommerferienstart in Thüringen mit Schwerpunkten auf A4, A9 und A71.
- Foto: ADAC Hessen-Thüringen e.V.
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Stauprognose Thüringen Sommerferien. Wer zum Ferienstart in Thüringen möglichst stressarm losfahren will, spart vor allem mit der richtigen Reisezeit und einem Plan für die bekannten Engpässe auf A4 und A9 Nerven.
Nach Einschätzung des ADAC Hessen-Thüringen e.V. bleibt das Verkehrsgeschehen zum Ferienbeginn am Freitag, 3. Juli, in Thüringen insgesamt moderat. Gleichzeitig sorgt der parallele Ferienstart in Sachsen erfahrungsgemäß für mehr Verkehr auf den wichtigsten Ost-West- und Nord-Süd-Routen.
Besonders rund um die Autobahnkreuze kann es dennoch stocken. Als Schwerpunkte nennt der ADAC vor allem das Hermsdorfer Kreuz auf A4 und A9. An Spitzentagen kann es außerdem am Erfurter Kreuz enger werden. In Südthüringen sind auf der A71 zusätzlich Beeinträchtigungen durch Wartungsarbeiten in Tunneln möglich.
Wo es zum Ferienstart am ehesten klemmt
Typische Engstellen ergeben sich laut ADAC-Prognose aus hohem Reiseverkehr und Baustellen. In der Praxis betrifft das vor allem diese Bereiche:
- A4 und A9, besonders rund um das Hermsdorfer Kreuz.
- Erfurter Kreuz an Spitzentagen.
- A71 in Südthüringen, wenn Tunnel-Wartungsarbeiten den Verkehr ausbremsen.
Auch im weiteren Verlauf der Sommerferien ist bundesweit mit mehr Staus und zähfließendem Verkehr zu rechnen, vor allem an Autobahn-Baustellen und auf stark befahrenen Fernstrecken Richtung Süden oder Norden. Der ADAC verweist dabei auf rund 1000 Autobahn-Baustellen in Deutschland, die den Urlauberverkehr verlangsamen können.
Reisezeit so wählen, dass Berufsverkehr und Hitze weniger belasten
Der ADAC erwartet am Freitagnachmittag, 3. Juli, eine spürbare Zunahme des Reiseverkehrs. Neben Reisenden aus Sachsen und Sachsen-Anhalt sind auch viele Wochenendurlauber unterwegs. ADAC-Verkehrsexperte Wolfgang Herda empfiehlt daher eine antizyklische Planung, wenn zeitlich Spielraum besteht.
Als reisetaugliche Zeitfenster werden genannt:
- Montag bis Mittwoch, weil der erste große Urlaubsverkehr häufig bereits durch ist.
- Frühmorgens oder abends, wenn der Abreisetag feststeht und Berufsverkehr gemieden werden soll.
Diese Randzeiten reduzieren neben dem Staurisiko oft auch die Belastung durch Mittagshitze, was längere Fahrten spürbar angenehmer machen kann.
Für Stop-and-go gerüstet: Pausen, Getränke, Alternativrouten
Wenn Staus auftreten, hilft vor allem Vorbereitung. Für Familien gehören laut ADAC ausreichend Getränke und regelmäßige Pausen mit Bewegung dazu. Zusätzlich lohnt vor der Abfahrt ein Blick auf die aktuelle Verkehrslage und das Bereitlegen von Alternativrouten. Wer mehr Zeit einplant, kann Pausen mit kurzen Abstechern abseits der Autobahn abwechslungsreicher gestalten. Touristische Hinweisschilder entlang der Strecke geben einen Überblick über Sehenswürdigkeiten in der Region.
Hitze im Auto: Risiko steigt schneller als viele erwarten
Bei sommerlichen Temperaturen kann sich der Innenraum sehr schnell aufheizen. Der ADAC warnt, Kinder und Tiere bei Temperaturen von über 24 Grad nicht allein im verschlossenen Auto zu lassen. Als Beispiel nennt der ADAC Untersuchungsergebnisse, nach denen sich bei 28 Grad Außentemperatur das Auto bereits nach 30 Minuten auf etwa 50 Grad im Innenraum aufheizen kann.
Um das Fahrzeug vor Fahrtantritt möglichst kühl zu halten, helfen Schattenplätze und eine Schutzfolie an der Windschutzscheibe. Während der Fahrt sollte die Klimaanlage nicht zu kalt oder zu stark eingestellt sein, da sonst Kreislaufprobleme und Verspannungen möglich sind.
Rettungsgasse: früh bilden, damit Hilfe durchkommt
Im Stau zählt die richtige Reaktion frühzeitig. Die Rettungsgasse muss bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden, weil es bei dicht stehenden Fahrzeugen oft zu spät ist. Die Regel ist klar: Fahrzeuge auf der linken Spur weichen ganz nach links aus, alle anderen nach rechts. Der Standstreifen muss dabei befahrbar bleiben.
Mehr Verkehrs- und Sicherheitshinweise des ADAC stehen auch unter www.adac.de/hth-infopflicht. Unterm Strich entscheidet zum Ferienstart vor allem die Kombination aus Reisezeit, Puffer und Vorbereitung darüber, ob die Fahrt ruhig durchläuft oder im Stop-and-go endet. red
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |