EU prüft Badeseen in Rheinland-Pfalz: 59 mit Topqualität
- In den meisten Badeseen in Rheinland-Pfalz ist Baden unbedenklich. (Symbolbild)
- Foto: Patrick Pleul/dpa
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Rheinland-Pfalz. Baden ist in den meisten Seen des Landes weiterhin unbedenklich. Eine aktuelle Auswertung der EU bestätigt für einen Großteil der Badeseen in Rheinland-Pfalz eine sehr gute Wasserqualität.
Nach Angaben des Umweltministeriums wurden 68 offizielle Badeseen untersucht. Das Ergebnis fällt überwiegend positiv aus. 59 Gewässer erhielten die Bewertung „ausgezeichnet“. Weitere fünf Seen wurden mit „gut“ eingestuft.
Nur ein See schnitt schwächer ab. Der Steinhäuserwühlsee bei Speyer erhielt die Einstufung „ausreichend“. Drei weitere Seen sind erst seit kurzer Zeit als offizielle Badeseen ausgewiesen und wurden deshalb noch nicht bewertet.
Grundlage der EU-Bewertung ist die bakterielle Belastung der Gewässer. Dafür werden Messwerte aus einem Zeitraum von vier Jahren ausgewertet.
Blaualgen derzeit in drei Seen nachgewiesen
Unabhängig von der langfristigen Bewertung gibt es aktuell an drei Seen Hinweise auf Blaualgen. Diese sogenannten Cyanobakterien können gesundheitsschädlich sein.
Betroffen sind derzeit
- Stadtweiher Baumholder
- Bärenlochweiher bei Kindsbach am Rand des Pfälzerwaldes
- Badeweiher Neuhofen im Rhein-Pfalz-Kreis
Das Landesamt für Umwelt kontrolliert die betroffenen Gewässer derzeit engmaschig.
Grünliche Schlieren sind Warnzeichen
Blaualgen können das Wasser sichtbar verändern. Die Sichttiefe nimmt deutlich ab. Häufig färbt sich der See grünlich oder es bilden sich Schlieren auf der Oberfläche.
„Auffällig gefärbte Bereiche mit grünen Schlieren sollten von den Badegästen gemieden und Hinweise beachtet werden“, erklärte der Präsident des Landesamtes für Umwelt, Dirk Grünhoff. Da sich Blaualgen stark nach Wetterlage entwickeln, könne sich die Situation auch schnell wieder ändern.
Aktuelle Messwerte und Bewertungen aller Badeseen sind im Online Seenatlas des Landes Rheinland-Pfalz abrufbar. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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