Engerlinge bekämpfen: 5 Hausmittel gegen Larven in Rasen und Beet

Engerlinge können im Garten großen Schaden anrichten. | Foto: FotoSabine/stock.adobe.com
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Engerlinge bekämpfen. Kahle Rasenstellen, welkende Pflanzen und plötzlich freiliegende Wurzeln. Hinter solchen Schäden stecken oft Engerlinge im Boden. Die Larven bestimmter Käferarten halten sich teils jahrelang in der Erde auf. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich ein Befall aber natürlich und wirksam eindämmen.

Engerlinge sind die Larven verschiedener Blatthornkäfer. Nicht jede Art ist schädlich, denn Larven von Rosenkäfer oder Nashornkäfer helfen sogar beim Zersetzen von organischem Material. Problematisch sind vor allem Maikäfer-, Junikäfer- beziehungsweise Brachkäfer- und Gartenlaubkäfer-Engerlinge, weil sie lebende Wurzeln anfressen und dadurch Rasen, Gemüse und Zierpflanzen schwächen oder ganz zerstören können. Es gibt einige Hausmittel und Tricks, um die Larven einzudämmen.

Wie lange bleiben Engerlinge in der Erde?

Engerlinge sind keine Kurzzeitgäste. Je nach Art leben sie, laut Mein schöner Garten, zwischen einem und bis zu vier Jahren im Boden, bevor sie sich verpuppen und später als Käfer schlüpfen. Besonders hartnäckig sind Maikäfer-Engerlinge, die drei bis vier, teils sogar fünf Jahre im Erdreich verbringen können. Junikäfer-Larven bleiben meist zwei bis drei Jahre, Gartenlaubkäfer dagegen oft nur rund ein Jahr im Boden.

Sichtbar werden Schäden oft erst spät, wenn Wurzeln bereits stark angefressen sind und sich Rasenstücke wie eine lockere Matte abziehen lassen oder Pflanzen trotz Pflege verkümmern. Wer Engerlinge entdeckt, sollte deshalb nicht nur kurzfristig reagieren, sondern den Garten über mehrere Saisons im Blick behalten.

Was mögen Engerlinge gar nicht?

Engerlinge mögen vor allem eines nicht: gestörte, lockere und für die Eiablage unattraktive Böden. Regelmäßiges Vertikutieren, Umgraben und Auflockern des Bodens erschwert es den Käfern, ihre Eier in geeigneten Bereichen abzulegen. Laut Compo wirkt auch eine dichte Grasnarbe vorbeugend, weil Weibchen bevorzugt kahle oder lückige Stellen im Rasen nutzen.

Außerdem gibt es Pflanzen und Stoffe, die auf Engerlinge abschreckend wirken. Dazu zählen Knoblauch, Rittersporn und Geranien. Deren Wurzeln beziehungsweise Inhaltsstoffe gelten als unangenehm oder sogar schädlich für die Larven. Ebenfalls ungünstig für Käfer ist starke nächtliche Beleuchtung, weil sie die Tiere anzieht und die Eiablage fördern kann. Dunklere Gartenbereiche sind daher oft die bessere Wahl.

Was Engerlinge gar nicht mögen:

  • regelmäßiges Vertikutieren und Bodenlockern
  • dichte, gesunde Rasenflächen statt kahler Stellen
  • Knoblauch zwischen Nutz- und Zierpflanzen
  • Rittersporn und Geranien als abschreckende Pflanzen
  • wenig künstliches Licht im Garten

Welches Hausmittel hilft gegen Engerlinge?

Als klassisches Hausmittel gilt Knoblauch. Zwischen Gemüse, Stauden oder im Beet gesetzt, kann er Engerlinge abschrecken. Ebenfalls wirken Rittersporn und Geranien nicht nur abweisend, sondern gelten mit ihren Wurzeln sogar als problematisch für die Larven. Solche Mittel ersetzen bei starkem Befall zwar keine konsequente Bekämpfung, sie können die Population aber merklich unattraktiver machen.

Zusätzlich empfiehlt sich Kaffeesatz als Hausmittel gegen Engerlinge. Der Geruch und das enthaltene Koffein sollen die Larven abschrecken. Getrockneter Kaffeesatz kann auf Beeten verteilt oder dem Gießwasser zugegeben werden. Pferdemist oder Kompost können als Fallen dienen. Engerlinge können sich darin sammeln und anschließend entfernt werden.

Auch das manuelle Absammeln nach starkem Regen gehört zu den einfachsten natürlichen Maßnahmen, weil die Larven dann oft näher an der Oberfläche sitzen und leichter gefunden werden können.

Wie wird man Engerlinge wieder los?

Wenn Engerlinge bereits Schäden verursachen, helfen vor allem natürliche Bekämpfungsmethoden. Bewährt hat sich das Absammeln beim Umgraben oder nach kräftigem Regen, wenn die Larven leichter erreichbar sind. Bei stärkerem Befall gelten Nematoden als besonders wirksam: Die winzigen Fadenwürmer werden mit Wasser ausgebracht, dringen in die Larven ein und bekämpfen sie biologisch. Wichtig dabei ist ein ausreichend erwärmter und feuchter Boden, weil die Nematoden nur so aktiv bleiben.

Ebenso wichtig ist es, natürliche Feinde zu fördern. Vögel, Igel, Spitzmäuse, Maulwürfe, Fledermäuse und teils sogar andere Insekten helfen dabei, die Engerling-Population klein zu halten. Ergänzend können Lockstoff- oder Pheromonfallen gegen die fliegenden Käfer eingesetzt werden, um den Befallsdruck zu senken. In hartnäckigen Fällen lohnt es sich außerdem, geschädigte Rasen- oder Beetflächen zu sanieren, Lücken schnell zu schließen und den Boden langfristig gesund zu halten – denn ein kräftiger Garten ist der beste Schutz vor einem neuen Massenbefall.

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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