Endspiel: Beckett-Klassiker ab 22. Juli im Grenzbachareal Konstanz

Endspiel: Das Unitheater Konstanz spielt Samuel Becketts Klassiker ab 22. Juli um 20 Uhr im Grenzbachareal. | Foto: Unitheater Konstanz/ verite.visuals
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Endspiel. Samuel Becketts Klassiker kommt in Konstanz auf die Bühne, und das Unitheater setzt dabei bewusst auf einen Blick in eine Endzeitwelt. Ab dem 22. Juli spielt das Ensemble im Grenzbachareal, Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Im Zentrum stehen Hamm, Clov, Nagg und Nell, die in einer postapokalyptischen Situation aufeinander zurückgeworfen sind. Draußen scheint nichts mehr zu existieren, drinnen bestimmen Abhängigkeiten und Routinen den Alltag.

Warum „Endspiel“ heute auch heute aktuell bleibt

Regisseurin Cecilia Amann ordnet den Stoff ausdrücklich in aktuelle Krisenerfahrungen ein. „Angesichts einer Gegenwart, die geprägt ist von Aufrüstung, völkerrechtswidrigen Angriffskriegen, der Missachtung internationalen Rechts und der Zerstörung von Lebensräumen, stellt Becketts Stück mit neuer Schärfe die Frage nach dem Überleben“, erklärt Amann.

Sie betont dabei vor allem die Fragen, die das Stück aufwirft. „Wie leben Menschen weiter, wenn die Welt um sie herum zusammenbricht? Wie gehen sie mit dem Gefühl des Ausgeliefertseins um? Woher nehmen sie die Kraft, sich gegen Abhängigkeit, Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit aufzubäumen?“, so Amann.

Theater trifft Videokunst im Grenzbachareal

Die Inszenierung entstand in Zusammenarbeit mit dem medienpraktischen Seminar „Videographie und Theater“. Die Verbindung von Theater und Videokunst soll zusätzliche Perspektiven auf Becketts Endzeitlandschaft eröffnen und nach Bildern fragen, mit denen Krisen wahrgenommen und erinnert werden.

Gespielt wird am 22., 24., 25., 27. und 28. Juli, Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vorher. Karten gibt es im Vorverkauf in den Buchläden Homburger & Hepp und Zur Schwarzen Geiss sowie im Foyer der Universität Konstanz. [red]

Autor:

Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern

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