Einsamkeit vermeiden: Warum echte Kontakte wichtiger sind als Likes
- Wir brauchen realen (Haut-)Kontakt: Zwei bis fünf enge Beziehungen tun uns gut.
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Echte soziale Kontakte. Für das Gefühl von Verbundenheit reichen oft wenige enge Beziehungen. Digitale Kontakte über soziale Medien können persönliche Begegnungen nicht ersetzen.
Mehrere Tausend Follower bei Instagram, viele Nachrichten und Zustimmung über Herzchen, Likes und Kommentare. Trotzdem bleibt bei manchen Menschen ein Gefühl von Leere. Digitale Nähe vermittelt Aufmerksamkeit, ersetzt jedoch keinen direkten menschlichen Kontakt.
"Wir brauchen realen Kontakt, auch Hautkontakt", sagt Tatjana Reichhart. Die Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie arbeitet in München als Coach und Trainerin. "Das lässt sich nicht über soziale Medien ausgleichen."
Schon zwei bis fünf enge Beziehungen können reichen
Für ein stabiles Gefühl von Verbundenheit sind keine großen Freundeskreise nötig. Nach Einschätzung von Reichhart reichen häufig zwei bis fünf enge Beziehungen.
Ob solche Kontakte im eigenen Umfeld vorhanden sind, lässt sich mit zwei einfachen Fragen prüfen:
- Wen könnte man nachts anrufen und um Hilfe bitten?
- Wem würde man selbst bei einem nächtlichen Anruf helfen?
Wenn auf diese Fragen keine klare Antwort einfällt, kann das ein Hinweis sein, den Alltag wieder stärker auf persönliche Begegnungen auszurichten. Kleine Verabredungen und feste Zeiten für Treffen können helfen, reale Kontakte wieder stärker in den Alltag zu integrieren.
Digitale Kommunikation bleibt praktisch. Für das Gefühl von Nähe und Unterstützung spielt persönlicher Kontakt jedoch weiterhin eine zentrale Rolle. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |