E-Scooter-Unfälle vermeiden: Das sind die häufigsten Fehler

Viele E‑Scooter-Unfälle hängen mit Gehwegfahrten, Alkohol, zu hohem Tempo oder Fahren zu zweit zusammen. Zahlen von Destatis zeigen außerdem, wie häufig Alleinunfälle sind und warum Trainings vor allem auf Fahrpraxis und Regeln zielen. | Foto: Deutsche Verkehrswacht
  • Viele E‑Scooter-Unfälle hängen mit Gehwegfahrten, Alkohol, zu hohem Tempo oder Fahren zu zweit zusammen. Zahlen von Destatis zeigen außerdem, wie häufig Alleinunfälle sind und warum Trainings vor allem auf Fahrpraxis und Regeln zielen.
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E-Scooter-Unfälle vermeiden. Am meisten sinkt das Risiko im Alltag, wenn typische Fehler wie Gehwegfahrten, zu hohes Tempo, Alkohol und Fahren zu zweit konsequent vermieden werden.

Ob der Roller nur „kurz“ zum Bahnhof, zum Bäcker oder nach Feierabend nach Hause genutzt wird, macht für die Unfallgefahr oft weniger Unterschied als das Verhalten während der Fahrt. Konkrete Zahlen zeigen, wo die Probleme liegen und welche Situationen besonders häufig zu Verletzungen führen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet, verunglückten im vergangenen Jahr 14.936 Menschen auf einem E‑Scooter. 33 Personen wurden tödlich verletzt. Mehr als die Hälfte der Verunglückten war unter 25 Jahre alt.

Welche Ursachen besonders oft hinter E‑Scooter-Unfällen stecken

Destatis nennt als häufige Unfallursachen vor allem Regelverstöße und riskantes Fahrverhalten. Dazu zählen:

  • Fahren auf dem Gehweg
  • unangepasste Geschwindigkeit
  • Fahren unter Alkoholeinfluss
  • Fahren zu zweit auf einem Roller

Ein zusätzlicher Hinweis aus den Zahlen: 822 Mitfahrerinnen und Mitfahrer verunglückten als zweite Person auf einem E‑Scooter. Das zeigt, dass das Mitnehmen einer weiteren Person nicht nur regelwidrig ist, sondern auch in den Unfallzahlen sichtbar wird.

Viele Stürze passieren ohne Zusammenstoß

Auffällig ist auch der Anteil an Alleinunfällen. 30 Prozent der Unfälle ereigneten sich ohne Unfallgegner. In der Praxis sind das oft Stürze, bei denen Fahrbahnkanten, Schienen, unebener Belag, Ausweichmanöver oder Bremsfehler eine Rolle spielen können. Gerade hier wirkt sich sichere Fahrzeugbeherrschung besonders aus.

Was Trainings konkret abdecken sollen

Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) setzt bei der Prävention vor allem bei den Fahrenden an. Nach Einschätzung der DVW lassen sich viele Risiken durch bessere Fahrpraxis, mehr Regelkenntnis und rücksichtsvolleres Verhalten reduzieren.

Als Angebot verweist die DVW auf die kostenlose Online-Plattform „ScootSkills“. Dort werden Informationen und Materialien rund um E‑Scooter-Trainings gebündelt. Gedacht ist das auch für Schulen, Betriebe, Sicherheitsbehörden oder Jugendeinrichtungen, die Trainings umsetzen möchten.

scootskills.de

Für Rückfragen nennt die DVW als Kontakt Heiner Sothmann, erreichbar per E‑Mail unter heiner.sothmann@verkehrswacht.de.

Unterm Strich deuten die Zahlen darauf hin, dass im Alltag vor allem Regelverstöße und fehlende Fahrpraxis die größten, vermeidbaren Risikotreiber bei E‑Scooter-Unfällen sind. red

Autor:

Thorsten Kornmann aus Karlsruhe

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