DLRG-Warnung in Rheinland-Pfalz: So helfen bei Schwimmern in Not

Wenn Notfälle in abgelegenen Seen oder Tümpeln passieren, kann bei der Anfahrt der Retter wertvolle Zeit verstreichen. (Archivbild) | Foto: Thomas Banneyer/dpa
  • Wenn Notfälle in abgelegenen Seen oder Tümpeln passieren, kann bei der Anfahrt der Retter wertvolle Zeit verstreichen. (Archivbild)
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Rheinland-Pfalz. Wer einen Menschen im Wasser in Not sieht, sollte nicht unüberlegt hinterherspringen. Die Deutsche Lebens Rettungs Gesellschaft warnt davor, Ertrinkende direkt anzuschwimmen. In Panik könnten sie Helfer unter Wasser drücken.

DLRG Sprecher Marco Vogt erklärte, dass der wichtigste erste Schritt ein Notruf sei. Wer an einem See oder Fluss einen Notfall bemerkt, sollte sofort Hilfe alarmieren. An einigen Gewässern stehen Notrufsäulen. Sie haben den Vorteil, dass Rettungskräfte den Standort sofort erkennen.

Gerade an abgelegenen Seen oder Tümpeln sei es sonst schwierig, den genauen Ort zu beschreiben. Dadurch gehe oft wertvolle Zeit verloren.

Hilfe vom Ufer aus organisieren

Direkte Rettungsversuche im Wasser bergen große Risiken. Sicherer ist Hilfe vom Ufer aus. Gegenstände mit Auftrieb können entscheidend sein.

  • Einen Ast oder Stock ins Wasser reichen
  • Einen Rettungsring oder Schwimmhilfe zuwerfen
  • Improvisierte Hilfen nutzen etwa eine leere Kühltruhe

Eine Kühltruhe könne einfach ausgeleert und ins Wasser geworfen werden. Der in Not geratene Schwimmer könne sich daran festhalten, erklärte Vogt.

Ertrinken verläuft oft still

Ertrinken werde häufig nicht sofort erkannt. Anders als in Filmen rufen Betroffene meist nicht laut um Hilfe. Auffällig seien eher ungewöhnliche Bewegungen oder ein Arm, der plötzlich aus dem Wasser ragt.

An Flüssen erschwere zudem der Lärm die Situation. Rufe könnten dort leicht überhört werden.

Überschätzung führt häufig zu Notlagen

Viele Badeunfälle entstehen laut DLRG durch Selbstüberschätzung. Manche Menschen schwimmen nur selten im Becken ohne Strömung. In Seen oder Flüssen merken sie dann plötzlich, dass der Rückweg zum Ufer schwieriger ist als gedacht.

Kommt Panik hinzu, schwinden die Kräfte schnell. Auch der Sprung in kaltes Wasser an heißen Tagen kann gefährlich sein. Ohne langsame Abkühlung drohen Kreislaufprobleme oder schwere Herzrhythmusstörungen.

Gefahr durch Fahrrinnen in Flüssen

Besonders riskant sind laut DLRG die Fahrrinnen für die Schifffahrt etwa im Rhein. Dort fällt der Grund plötzlich ab. Strömungen können Menschen schnell mitreißen.

Nach Angaben der Rettungsorganisation geraten häufiger Männer als Frauen in solche Notlagen. Besonders oft betrifft es Männer zwischen 25 und 40 Jahren. Grundsätzlich gilt jedoch. Ein Fluss ist kein sicherer Ort zum Schwimmen oder Abkühlen. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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