Buchsbaumzünsler: Diese heimischen Tiere bekämpfen den Schädling
- Der Buchsbaumzünsler hat nicht mehr ganz so leichtes Spiel. (Archivbild)
- Foto: Bernd Weissbrod/dpa
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Buchsbaumzünsler. Für Gartenbesitzer gibt es neue Hoffnung im Kampf gegen den Buchsbaumzünsler. In Baden-Württemberg und vielen anderen Regionen wird der gefräßige Schädling zunehmend von heimischen Tieren gefressen.
Nach Beobachtungen von Naturschützern entdecken immer mehr Vogelarten und Insekten die Raupen als Nahrung. Dadurch nimmt der Befall an Buchsbäumen spürbar ab. Darauf weist Nabu-Gartenexpertin Aniela Arnold hin.
Heimische Tiere entdecken die Raupen
Vor allem mehrere häufige Gartenbewohner greifen inzwischen zu. Dazu zählen unter anderem
- Haussperlinge
- Kohlmeisen
- Wespen
Die proteinreichen Raupen seien für viele Tiere eine attraktive Nahrungsquelle. Dadurch entstünden nach und nach natürliche Gegenspieler des Schädlings.
Auch Joana Gasper vom Bundesverband Garten Landschafts und Sportplatzbau berichtet von einem Rückgang des Befalls. Seit sich heimische Arten stärker auf den Buchsbaumzünsler eingestellt hätten, würden deutlich weniger Schäden gemeldet.
Meisen sollen Buchsbaumzünsler in Gärten reduzieren
Einige Parkanlagen reagieren bereits auf diese Entwicklung. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg fördern gezielt Meisen in historischen Anlagen. Die Vögel sollen helfen, die Zahl der Raupen zu verringern.
Der Buchsbaum bleibt für viele Gärten wichtig. Er ist dekorativ, lässt sich gut schneiden und bietet verschiedenen Insektenarten Nahrung. Besonders früh fliegende Arten profitieren davon.
Schädling kam ursprünglich aus China
Der Buchsbaumzünsler stammt ursprünglich aus China und breitet sich seit Jahren invasiv in Europa aus. Die Raupen fressen ausschließlich Buchsbäume und können Hecken vollständig kahl fressen. Ohne Gegenmaßnahmen sterben die Pflanzen oft ab.
In vielen Gärten werden die Raupen weiterhin abgesammelt oder mit Wasser abgespült. In manchen Anlagen ersetzen andere Formgehölze bereits den Buchsbaum. Fachleute betonen jedoch, dass er sich nur schwer vollständig ersetzen lässt.
Mit der zunehmenden Zahl natürlicher Fressfeinde könnte sich die Lage für viele Buchshecken nun langsam entspannen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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