Bis zu 32 Grad: Starker Pollenflug macht Allergikern in Baden-Württemberg zu schaffen
- Allergiker sollten in den nächsten Tagen aufpassen. (Symbolfoto)
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Baden-Württemberg. Steigende Temperaturen bringen für viele Allergiker im Südwesten neue Beschwerden. Mit erwarteten Temperaturen von bis zu 32 Grad nimmt der Pollenflug deutlich zu. Besonders Menschen mit Gräserallergie müssen in den kommenden Tagen mit einer hohen Belastung rechnen.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist der Südwesten bereits stark betroffen. Der aktuelle Pollenflug-Gefahrenindex zeigt eine hohe Belastung durch Gräserpollen. Durch Hochdruckeinfluss und weitgehend trockenes Wetter könnten die Werte weiter steigen.
Gräser blühen im Flachland bereits stark
Besonders intensiv ist der Pollenflug derzeit in tieferen Lagen. „Alles, was im Flachland ist oder unterhalb von etwa 800 Metern liegt, dort stehen die Gräser bereits in der Vollblüte“, erklärt Carola Grundmann vom Zentrum für medizinisch-meteorologische Forschung in Freiburg.
In höheren Regionen wie dem Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb beginnt die Blüte dagegen etwas später. Als hohe Belastung gilt laut Fachleuten ein Tagesmittel von etwa 30 Gräserpollen pro Kubikmeter Luft.
Tipps für den Alltag mit Allergie
Fachleute raten Betroffenen, sich frühzeitig auf stärkeren Pollenflug einzustellen.
- Aufenthalte im Freien möglichst reduzieren
- Spaziergänge eher in den Abendstunden planen
- Tagsüber Fenster geschlossen halten
- Allergiemedikamente rechtzeitig besorgen oder verschreiben lassen
Auch Roggenpollen treten bald stärker auf
Neben den Gräsern rückt eine weitere Pflanze in den Fokus. Roggen beginnt derzeit langsam zu blühen. Die ersten Pollen wurden bereits gemessen. Roggen gilt als besonders allergen. Schon sechs Pollen pro Kubikmeter Luft können eine hohe Belastung auslösen.
Die Pollen sind relativ groß und schwer. Deshalb verbreiten sie sich meist nur in der Nähe von Feldern. In Städten mit größerem Abstand zu landwirtschaftlichen Flächen ist das Risiko meist geringer.
Im weiteren Verlauf des Sommers folgt laut Experten voraussichtlich eine weitere Phase mit stärkerem Pollenflug. Ab Juli tritt häufig auch Beifuß auf. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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