Bei Hitze: So trinken Katzen mehr Wasser
- Wenn es heiß wird, trinken manche Katzen zu wenig. Mehrere Wasserstellen und kleine Anpassungen beim Futter können helfen, die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen.
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Katzen trinken mehr. Mit mehreren Wasserstellen, passendem Standort und feuchterem Futter lässt sich die Flüssigkeitsaufnahme im Sommer oft spürbar steigern und damit die Nieren entlasten.
Gerade an heißen Tagen fällt es im Alltag schnell erst auf, wenn die Katze müder wirkt oder der Napf kaum leer wird. Der ZZF, Zentralverband der Heimtierbranche e.V., weist darauf hin, dass Katzen jederzeit frisches Wasser brauchen und dass es sich lohnt, Trinkangebote dauerhaft so zu gestalten, dass sie zur Katze passen.
Besonders wichtig ist das bei Katzen, die überwiegend Trockenfutter bekommen. Nassfutter enthält bereits viel Wasser, Trockenfutter liefert dagegen nur wenig Flüssigkeit. Dann ist zusätzliches Trinken ein zentraler Baustein, um die normale Versorgung zu erreichen.
Was im Alltag hilft, wenn die Katze „trinkfaul“ wirkt
Viele Katzen haben klare Vorlieben beim Trinken. Diese Stellschrauben sind laut ZZF in der Praxis oft entscheidend.
- Frisches Wasser immer verfügbar halten. Mehrere Näpfe über die Wohnung verteilt erhöhen die Chance, dass zwischendurch getrunken wird.
- Standort testen. Viele Katzen trinken lieber mit etwas Abstand zum Futterplatz.
- Fließendes Wasser anbieten. Trinkbrunnen können die Wasseraufnahme spielerisch fördern. Modelle mit Sensoren können zusätzlich dabei helfen, das Trinkverhalten im Blick zu behalten.
- Futter anpassen. Wer überwiegend Trockenfutter füttert, kann den Speiseplan durch Nassfutter ergänzen.
- Mehr Flüssigkeit ins Futter bringen. Etwas Wasser oder spezielle Toppings unter das Futter mischen. Es gibt auch Trockenfutter oder gefriergetrocknetes Futter, das mit warmem Wasser angerührt werden muss.
- Zusätzliche Trinkoptionen. Als Trend nennt der Verband Katzen-Suppen oder funktionelle Getränke, teils mit Elektrolyten, Kollagen, Präbiotika oder Taurin. Diese sind eher zusätzliche Flüssigkeitsquellen und kein vollständiges Futter.
Wasser unterstützt bei Katzen lebenswichtige Funktionen, etwa Stoffwechsel und Verdauung. Es hilft auch dabei, Stoffwechselprodukte über die Nieren auszuscheiden. Wenn dauerhaft zu wenig getrunken wird, können Harnwege und Nieren stärker belastet werden. Das Risiko für Harnkristalle und Harnsteine kann steigen.
Warnzeichen, die zu wenig Flüssigkeit nahelegen können, sind laut ZZF unter anderem trockene Schleimhäute, Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder eine verminderte Aktivität. Bei solchen Veränderungen oder bei Verdacht auf Flüssigkeitsmangel ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll.
Mehr Hintergrundinformationen finden sich beim Verband unter https://www.zzf.de/presse/pressemeldungen. Entscheidend im Alltag ist, Trinkgelegenheiten so zu variieren, bis die Katze eine Option dauerhaft gut annimmt.
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |