Beheizbare Kleidung im Check – Verbraucherzentrale warnt vor Risiken
- Die Verbraucherzentrale Hamburg rät von beheizbarer Kleidung mit Lithium-Ionen-Akkus ab – sie ist umweltbelastend, schwer zu entsorgen und kann sogar gefährlich werden.
- Foto: Stephanie Walter - erstellt mit KI
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Beheizbare Kleidung. Beheizbare Jacken, Westen oder Mützen mit integrierter Heizfunktion wirken für viele Frostbeulen wie eine komfortable Lösung: Per Knopfdruck oder App lassen sich die Kleidungsstücke auf Temperatur bringen.
Doch die Verbraucherzentrale Hamburg (VZH) rät von diesen Produkten ab – aus ökologischen und praktischen Gründen.
Umweltschäden durch Lithium-Ionen-Akkus
Die Heizfunktion entsteht durch Drähte im Stoff, die Strom aus Lithium-Ionen-Akkus beziehen. Laut VZH sind diese Akkus meist mit Lithium-Kobaltoxid ausgestattet – ein Rohstoff, der "unter problematischen Bedingungen" gewonnen wird und nur begrenzt verfügbar ist.
Auch die Entsorgung ist problematisch: Wird beheizbare Kleidung aussortiert, kann sie nicht einfach wie normale Kleidung in den Altkleidercontainer. Elektronische und elektrische Bestandteile müssen zuvor entfernt werden – oft ein aufwendiger oder sogar unmöglicher Prozess. Das Resultat: Elektroschrott oder zerstörte Kleidung.
Anfällige Akkus und mögliche Gefahren
Ein weiterer Nachteil: Bei niedrigen Temperaturen sind die Akkus besonders störanfällig. Wer die Kleidung selten nutzt und Akkus unregelmäßig lädt, riskiert eine verminderte Akku-Leistung bis hin zum Defekt – in einigen Fällen sogar Brandgefahr.
Effekt aufs Temperaturempfinden
Die Verbraucherschützer warnen zudem: Wer dauerhaft beheizte Kleidung trägt, gewöhnt sich an die Wärme und wird kälteempfindlicher. Langfristig kann sich das persönliche Temperaturempfinden verschlechtern. [dpa/tmn]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |
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