Bärlauch sammeln: Was erlaubt ist – und wann hohe Bußgelder drohen
- Die Bärlauch-Blätter können leicht mit giftigen Doppelgängern verwechselt werden. (Archivbild)
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Bärlauch sammeln. Mitte März beginnt die Saison für Bärlauch. Aber darf man das Wildkraut einfach so mitnehmen? Und wie viel davon? Was ist erlaubt, was verboten?
Wenn im Wald ein intensiver Knoblauchduft in der Luft liegt und grüne Teppiche den Boden bedecken, hat der Bärlauch Hochsaison. Der Höhepunkt wird Anfang April erreicht. So verlockend das Sammeln ist, es birgt Risiken für die Gesundheit und kann bei Regelverstößen teuer werden.
Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen
Bärlauch wächst oft an denselben Standorten wie Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Beide Pflanzen sind giftig. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung nehmen Vergiftungsfälle in Europa zu, besonders in Deutschland. Die meisten Fälle treten im April und Mai auf.
So lässt sich Bärlauch erkennen
Ein zentrales Merkmal ist der Geruch. Wird ein Blatt zwischen den Fingern verrieben, entsteht ein deutlicher Knoblauchduft. Die Unterseite der Bärlauchblätter ist matt. Giftige Doppelgänger haben meist glänzende Blätter. Fachleute raten, im Zweifel auf das Sammeln zu verzichten.
Typische Standorte sind schattige und feuchte Wälder. Besonders Auwälder bieten ideale Bedingungen. Bärlauch wächst fast immer in größeren Beständen und selten einzeln.
Diese Menge ist erlaubt
Haushaltsübliche Mengen dürfen gesammelt werden. Maßgeblich ist nicht das Gewicht, sondern die Handvoll. Erlaubt ist ein Handstrauß. Pro Pflanze sollten nur ein bis zwei Blätter geerntet werden, um den Bestand zu schonen.
- Kein Sammeln in Naturschutzgebieten oder Nationalparks
- Keine größeren Mengen ohne Genehmigung
- Schonende Ernte schützt den Bestand
Hohe Bußgelder bei Verstößen
Wer unerlaubt oder in großen Mengen Bärlauch sammelt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro. Polizei und Behörden erhalten in der Saison regelmäßig Hinweise auf illegale Ernten. Große Eingriffe schädigen die Bestände dauerhaft.
Richtig erkannt und maßvoll geerntet, steht der Verwendung in der Küche nichts im Weg. Besonders Pesto und Dips sind beliebt. Fachleute sprechen von einem anhaltenden Trend. dpa/red
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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