Ausbreitung in Hessen und Rheinland-Pfalz: Wasserpest verdrängt Arten
- Die Stängel der Wasserpest können bis zu drei Meter lang werden und sich zum Beispiel um Schiffsschrauben legen.
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Rheinland-Pfalz. In vielen Gewässern in Rheinland-Pfalz und Hessen breitet sich eine invasive Wasserpflanze schnell aus: die Schmalblättrige Wasserpest.
Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika und kann laut Regierungspräsidium Gießen in kurzer Zeit dichte Bestände bilden. Selbst kleine Pflanzenreste reichen aus, damit neue Pflanzen nachwachsen. Die Behörde spricht von einem „großen Regenerationspotenzial“.
Seit Jahren als invasive Art eingestuft
Seit 2017 gilt Elodea nuttallii nach einer EU-Verordnung als „invasive Art mit unionsweiter Bedeutung“. Nach Angaben des Landesamts für Umwelt Rheinland-Pfalz hat sie die früher häufiger vorkommende Kanadische Wasserpest in weiten Teilen verdrängt. Die Schmalblättrige Wasserpest gilt demnach als anpassungsfähiger.
Wie sich die Pflanze verbreitet
Die Pflanze hat zugespitzte Blätter von bis zu einem Zentimeter Länge und Stängel von bis zu drei Metern. Sie verbreitet sich vegetativ. Das bedeutet: Schon abgerissene Teile können in anderen Gewässern weiterwachsen. Verschleppt werden solche Reste etwa durch Boote oder auch durch Vögel.
Folgen für Pflanzen und Nahrungsketten
Dichte Bestände können andere Wasserpflanzen überwuchern und damit heimische Arten verdrängen. Nach Angaben des Regierungspräsidiums kann die Wasserpest zudem Planktonalgen verringern. Das beeinflusst Nahrungsketten in Gewässern. Betroffen sein können zum Beispiel Wasserflöhe, die sich von Plankton ernähren. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |