Augen schützen bei der Sonnenfinsternis: Diese Brille ist nötig
- Ganz schön was los am Himmel: Am 12. August wird in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein.
- Foto: Axel Heimken/dpa/dpa-mag
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Sonnenfinsternis Augen schützen. Wer die partielle Sonnenfinsternis am Mittwoch, 12. August, beobachten will, braucht dafür eine spezielle Schutzbrille und keine normale Sonnenbrille. So lässt sich das Himmelsereignis ab etwa 19 Uhr verfolgen, ohne die Netzhaut unnötig zu gefährden.
Über Deutschland wird der Mond dann rund 85 Prozent der Sonne verdecken. Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz kann schon kurzes, ungeschütztes Hinsehen bleibende Schäden an der Netzhaut verursachen. Das Tückische daran ist, dass drohende Schäden zunächst nicht spürbar sind und Sehprobleme oft erst auftreten, wenn das Auge bereits verletzt ist.
Normale Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz
Eine gewöhnliche Sonnenbrille filtert für die Beobachtung der Sonne zu wenig Licht. Auch selbst gebaute Lösungen wie rußgeschwärzte Gläser oder dunkle Filmstreifen gelten laut Bundesamt für Strahlenschutz nicht als sicher.
Geeignet sind nur Brillen, die ausdrücklich für Sonnenfinsternisse gemacht sind. Sie lassen maximal 0,001 Prozent des Sonnenlichts durch. Sichere Modelle sind an der Norm DIN EN ISO 12312-2:2015 und an einer CE-Kennzeichnung zu erkennen. Breite Bügel helfen zusätzlich dabei, seitlich einfallendes Licht abzuschirmen.
Alte Schutzbrillen und Geräte brauchen einen genauen Check
Wer noch eine frühere Finsternisbrille in der Schublade hat, sollte die Folie vor der Nutzung genau prüfen. Kratzer, Löcher oder Risse können den Schutz beeinträchtigen. In solchen Fällen rät das Bundesamt für Strahlenschutz von der Verwendung ab.
Besondere Vorsicht gilt bei Ferngläsern, Teleskopen und Kameras. Weil die Linsen das Sonnenlicht zusätzlich bündeln, sind passende Filteraufsätze oder Schutzfolien nötig. Ohne solchen Schutz steigt das Risiko für schwere Augenschäden deutlich. Wer die Finsternis beobachten will, ist daher nur mit geprüfter Spezialbrille oder passenden Filtern auf der sicheren Seite. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |