Angst vor Jobwechsel abbauen: Diese sechs Strategien sind entscheidend
- Unsicherheit begegnen: Der Gedanke an einen Jobwechsel kann Angst machen, doch das bewusste Konfrontieren von Ängsten bringt oft mehr Klarheit.
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Jobwechsel wagen. Ein neuer Arbeitsplatz kann bessere Aufgaben, mehr Gehalt oder neue Perspektiven bringen. Trotzdem zögern viele Beschäftigte, weil Unsicherheit und Angst vor Fehlern groß sind. Karrierecoach Bastian Hughes erklärt auf dem Karriereportal Xing, mit welchen gedanklichen Schritten sich diese Hürde im Alltag leichter überwinden lässt.
Ein häufiger Grund für das Zögern ist der Druck, sofort den perfekten Plan haben zu müssen. Hughes rät deshalb, zunächst nur ein grobes Ziel zu formulieren. Eine offene Überlegung wie «Was wäre, wenn ich mich nach einem neuen Job umschaue?» nimmt Tempo aus der Entscheidung und kann ein erster Schritt sein.
Ängste konkret benennen macht Entscheidungen leichter
Steht der Gedanke an einen Wechsel im Raum, hilft es laut Hughes, mögliche Sorgen klar auszusprechen. Oft wirken Befürchtungen weniger bedrohlich, wenn sie konkret formuliert werden. Gleichzeitig lässt sich realistischer einschätzen, wie wahrscheinlich ein negatives Szenario tatsächlich ist.
Typische Fragen drehen sich um Sicherheit und Alltag im neuen Umfeld:
- Verbessert sich das Einkommen tatsächlich?
- Passt die Zusammenarbeit im neuen Team?
- Wird die Probezeit erfolgreich bestanden?
Solche Überlegungen können unangenehm sein. Sie helfen jedoch, Chancen und Risiken bewusster gegeneinander abzuwägen.
Informationen sammeln reduziert Unsicherheit
Wer die eigenen Befürchtungen kennt, kann gezielt gegensteuern. Besteht etwa die Sorge vor einer schlechten Arbeitsatmosphäre, lässt sich diese vorab überprüfen. Gespräche mit künftigen Kolleginnen und Kollegen oder Einblicke in den Arbeitsalltag vor der Vertragsunterschrift liefern oft ein realistischeres Bild. Auch klare Absprachen mit dem neuen Arbeitgeber über Erwartungen, Aufgaben oder Ziele können helfen, spätere Überraschungen zu vermeiden.
Mögliche Rückschläge gedanklich durchspielen
Nicht jeder Wechsel verläuft reibungslos. Hughes empfiehlt, auch das ungünstigste Szenario kurz gedanklich zu Ende zu denken. Kommt etwa eine Absage nach einer Bewerbung, geht die Suche weiter. Gleichzeitig entstehen neue Erkenntnisse über das eigene Profil oder mögliche Weiterbildungen. Diese Perspektive kann helfen, Rückschläge als Teil des Prozesses einzuordnen statt als endgültiges Scheitern.
Kleine Schritte erleichtern den Einstieg
Ein Jobwechsel wirkt oft wie eine große Hürde. Deshalb kann es sinnvoll sein, den Prozess in kleinere Etappen aufzuteilen. Schon einfache Schritte bringen Bewegung in die Situation:
- Lebenslauf aktualisieren
- erste Kontakte oder Gespräche führen
- Stellenangebote beobachten
So entsteht schrittweise Klarheit, ohne sofort eine endgültige Entscheidung treffen zu müssen.
Auch das Nichtstun hat Folgen
Neben möglichen Risiken eines Wechsels lohnt sich laut Hughes auch der Blick auf das Gegenteil. Die Frage «Was passiert, wenn ich den Job nicht wechsle?» kann eine andere Perspektive eröffnen. Wenn dabei viele ungelöste Probleme oder anhaltende Unzufriedenheit mit dem aktuellen Arbeitsplatz sichtbar werden, erscheint ein Wechsel oft weniger riskant als zunächst gedacht. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |