ADAC-Test zu Vehicle-to-Load: Technik überzeugt, Details haken
- Mit der V2L (vehicle to load)-Funktion kann ein E-Auto externe Geräte wie Kaffeemaschinen oder Gartengeräte mit Strom versorgen.
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ADAC-Test. Die Vehicle-to-Load-Funktion moderner E-Autos funktioniert grundsätzlich zuverlässig, zeigt im Detail aber noch Schwächen bei Bedienung und Sicherheit.
In einer aktuellen Untersuchung hat der ADAC sechs Elektroautos mit V2L-Funktion geprüft. Über einen Adapter wird die Ladebuchse dabei zur Steckdose für externe Geräte. Die maximale Leistung unterscheidet sich deutlich: Beim MG4 waren nur 2,2 kW möglich, während ein BMW kurzfristig bis zu 7,2 kW liefern konnte. Solche Spitzen sind wichtig, weil viele Geräte – etwa Werkzeugmaschinen – hohe Anlaufströme benötigen. Im Dauerbetrieb lag die Leistung bei allen Herstellern jedoch bei höchstens 3,7 kW. Positiv: In Kurzschlusstests schalteten alle Systeme sicher ab, eine Gefährdung trat nicht auf.
Verbesserungsbedarf sieht der ADAC vor allem bei der Handhabung. Nicht jeder Adapter wird am Fahrzeug verriegelt, teils lässt er sich sogar während des Betriebs abziehen. Auch die Menüführung ist nicht immer eindeutig, Fehlermeldungen wie „OBC prüfen“ können Nutzer verunsichern. Hinzu kommt ein Eigenverbrauch von bis zu 500 Watt im V2L-Modus – vergleichbar mit dem nächtlichen Strombedarf eines Einfamilienhauses. Für kurze Einsätze ist das kaum relevant, bei längerer Nutzung sinkt die Reichweite jedoch spürbar. Der ADAC rät daher, sich vor dem ersten Einsatz genau mit der Funktion vertraut zu machen und den zusätzlichen Strombedarf einzuplanen.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |