ADAC-Test an der A61: Zwei Rastplätze in Rheinland-Pfalz fallen durch

Auch zwei rheinland-pfälzische Rastplätze schneiden bei dem Test alles andere als gut ab. (Symbolfoto) | Foto: Sebastian Gollnow/dpa
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Rheinland-Pfalz. Für Reisende auf der A61 gibt es an zwei Rastplätzen deutliche Mängel bei Toiletten und Sicherheit: Der ADAC hat die Anlagen Hundsheide im Hunsrück und Spitzenrheinhof bei Speyer mit „sehr mangelhaft“ bewertet.

Nach Angaben des Automobilclubs fielen beide unbewirtschafteten Rastplätze bei einem bundesweiten Test durch. Am Rastplatz Hundsheide beanstandeten die Tester vor allem die Sanitäranlagen. Die Herrentoilette sei unangekündigt gesperrt gewesen. Die Behindertentoilette sei verschlossen gewesen. Auch Seifenspender und Händetrockner hätten nicht funktioniert. Zudem habe ein Notruf an zentraler Stelle gefehlt.

Probleme bei Toiletten und Beleuchtung

Am Rastplatz Spitzenrheinhof nahe Speyer habe eine angekündigte Toilette für Menschen mit Behinderung gefehlt. Mehrere weitere Toiletten seien verschlossen gewesen. Eine Toilette sei verstopft gewesen. Außerdem sei der Parkplatz schlecht beleuchtet gewesen. Aus Sicht des ADAC besteht an beiden Anlagen dringender Handlungsbedarf.

Für Autofahrer ist das vor allem bei längeren Fahrten relevant. Der Test zeigt nach Einschätzung des Clubs, dass an unbewirtschafteten Rastplätzen oft ausgerechnet die Grundfunktionen nicht verlässlich verfügbar sind.

  • Rastplatz Hundsheide an der A61 im Hunsrück: „sehr mangelhaft“
  • Rastplatz Spitzenrheinhof an der A61 bei Speyer: „sehr mangelhaft“
  • Häufigste Kritikpunkte: Sanitäranlagen, Barrierefreiheit, Beleuchtung, Notruf

ADAC nennt Ergebnis bundesweit alarmierend

Deutschlandweit nahm der ADAC nach eigenen Angaben 50 unbewirtschaftete Rastplätze an Autobahnen unter die Lupe. Das Ergebnis fiel demnach noch schlechter aus als bei einem vorherigen Test aus dem Jahr 2022. Fast die Hälfte der geprüften Plätze wurde mit „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“ bewertet. Der Anteil gut bewerteter Anlagen sank laut ADAC von 40 Prozent auf 18 Prozent.

In fast zwei Dritteln der Fälle habe es die größten Defizite bei den Sanitäranlagen gegeben. Bei 96 Prozent der überprüften Rastplätze seien zudem Spuren von Vandalismus festgestellt worden, darunter Graffiti, zerstörtes Inventar und überklebte Schilder. Christian Schmidt vom ADAC Mittelrhein sprach von einem alarmierenden Ergebnis. Unbewirtschaftete Rastplätze erfüllten zunehmend nicht mehr die grundlegenden Anforderungen an Sauberkeit, Funktion und Sicherheit. Verbesserungsbedarf sieht der Club unter anderem bei Beleuchtung, Sichtbarkeit der Toiletten und Notrufanlagen. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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