40 Prozent weniger Rente: Warum Frauen Altersarmut droht
- Frauen droht Altersarmut: Frühes Investieren lohnt sich - auch mit kleinen Beträgen
- Foto: Michaela Harlacher
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Rente. Die Rente reicht nicht, die Miete steigt, Rücklagen fehlen: Altersarmut ist für viele Frauen kein abstraktes Risiko, sondern eine reale Sorge. Gründe dafür liegen oft Jahrzehnte zurück – in Teilzeit, Familienphasen und geringeren Einkommen. Wer das Thema lange aufschiebt, zahlt im Alter einen hohen Preis.
Gleichzeitig zeigt sich: Schon kleine Beträge können viel bewirken, wenn sie früh angelegt werden. Darauf weist die Finanz-Mentorin Michaela Harlacher aus Finningen hin. Entscheidend sei nicht Perfektion, sondern der rechtzeitige Start.
Früher Beginn schlägt hohe Sparraten
Frauen fehlen im Schnitt bis zu 18 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung. Das summiert sich laut Berechnungen auf rund 180.000 Euro weniger Rentenansprüche. Am Ende erhalten Frauen etwa 40 Prozent weniger Rente als Männer – und leben zugleich durchschnittlich fünf Jahre länger. Weniger Geld muss also länger reichen.
Besonders riskant ist die Abhängigkeit vom Partner. Rund jede zweite Ehe wird geschieden. Nach einer Trennung verlieren Frauen im Schnitt etwa ein Viertel ihres Vermögens. Ohne eigene Rücklagen kann das schnell existenziell werden. Finanzielle Eigenständigkeit gilt deshalb als zentraler Schutzfaktor.
Beim Vermögensaufbau zählt vor allem Zeit. Der Zinseszinseffekt wirkt über Jahrzehnte. Schon 100 Euro im Monat können bei langfristiger Marktentwicklung über 30 Jahre rund 140.000 Euro ergeben. Fachleute gehen davon aus, dass viele Frauen etwa 150.000 Euro zusätzlich benötigen, um ihre Rentenlücke zu schließen.
In der Praxis setzen viele auf einfache ETF-Sparpläne. Sie gelten als transparent, kostengünstig und breit gestreut. Auch kleine Beträge sind möglich: In Elternzeit oder bei geringem Einkommen starten manche mit 25 oder 50 Euro monatlich. Regelmäßigkeit schlägt dabei jede kurzfristige Optimierung.
Wie stark sich Kontinuität auswirkt, zeigen Beispiele aus der Beratungspraxis: Eine 47-jährige Geschiedene baute mit 200 Euro monatlich in drei Jahren rund 8.500 Euro Vermögen auf. Eine andere Frau begann mit 25 Euro pro Monat und verfügte nach zehn Jahren über mehr als 45.000 Euro. Umgekehrt stehen Biografien ohne Eigenvorsorge, in denen nach Trennung oder Verwitwung nur eine sehr kleine Rente bleibt.
Auffällig ist laut Studien, dass Frauen oft disziplinierter investieren. Sie handeln seltener impulsiv und halten länger an ihrer Strategie fest. Altersarmut entsteht nicht plötzlich. Sie wächst über Jahre. Wer früh Verantwortung für die eigene Vorsorge übernimmt, senkt das Risiko deutlich – und gewinnt finanzielle Handlungsfreiheit.
Quelle: presseportal.de: Nachricht vom 20.02.2026
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Laura Lüttmann aus Neustadt/Weinstraße |
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