Zu wenig Sauerstoff: Fischsterben droht an der Mosel bei Palzem
- Am Deutschen Eck in Koblenz fließt die Mosel in den Rhein, genau dort ist die Wassertemperatur derzeit besonders hoch. (Archivbild)
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Rheinland-Pfalz. In der Mosel droht Fischen derzeit akuter Stress durch Sauerstoffmangel. Besonders betroffen ist der Oberlauf des Flusses bei Palzem im Landkreis Trier-Saarburg.
Nach Angaben des Umweltministeriums in Mainz ist dort die Sauerstoffkonzentration im Wasser auf 2,6 Milligramm pro Liter gesunken. Für viele Fischarten gilt bereits ein Wert unter 3 Milligramm pro Liter als kritisch.
Hitze treibt Wassertemperaturen nach oben
Grund für die Entwicklung sind vor allem die anhaltend hohen Temperaturen. Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider erklärte, dass warme Luft, lange sonnige Tage und starke UV-Strahlung die Gewässer zusätzlich aufheizen.
Mit steigenden Temperaturen sinkt gleichzeitig der Sauerstoffgehalt im Wasser. Dadurch gerät das ökologische Gleichgewicht unter Druck. Wenn weitere Prozesse hinzukommen, die zusätzlich Sauerstoff verbrauchen, geraten Fische und andere Wasserlebewesen schnell in Stress. Ein Fischsterben an der Obermosel könne daher nicht ausgeschlossen werden.
Rhein und Mosel erreichen fast 28 Grad
Nach Daten der Informationsplattform Undine der Bundesanstalt für Gewässerkunde erreichten Rhein und Mosel am Freitag, 26. Juni, um 7 Uhr ungewöhnlich hohe Wassertemperaturen. In Koblenz, wo beide Flüsse zusammenfließen, wurden 28 Grad gemessen.
Auch an anderen Messstellen lagen die Werte nur knapp darunter.
- Mosel bei Fankel: 27,6 Grad
- Mosel bei Palzem: 27,8 Grad
- Rhein bei Mainz: 27,6 Grad
- Rhein bei Worms: 27,0 Grad
Nach Einschätzung der Behörden ist noch keine Entspannung in Sicht. Die aktuelle Hitzewelle dauert weiter an. Dadurch könnten sich die Bedingungen für Fische in den kommenden Tagen weiter verschärfen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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