Wasserhose auf Bodensee bei Lindau: Seltenes Wetterphänomen
- Wasserhosen über dem Bodensee gibt es immer wieder. (Archivbild)
- Foto: Dr. Christoph Sommergruber/dpa
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Lindau. Spaziergänger und Ausflügler am Bodensee konnten am Mittwoch, 10. Juni, ein seltenes Naturschauspiel beobachten. Vor der Insel Lindau bildete sich über dem Wasser eine Wasserhose.
Mehrere Passanten beobachteten den rotierenden Luftwirbel über dem See. Zunächst berichtete die „Schwäbische Zeitung“ darüber. Auch der Deutsche Wetterdienst bestätigt nach Sichtung von Fotos, dass es sich sehr wahrscheinlich um eine Wasserhose handelte.
Messstationen direkt an der Stelle des Wirbels gibt es nicht. Allerdings registrierte der Deutsche Wetterdienst in Lindau am Mittwochnachmittag eine kräftige Windböe der Stärke 8 bis 9. Das entspricht Sturmstärke und passt zu den beobachteten Bildern.
Wasserhosen auf dem Bodensee sind selten
Nach Angaben des Wetterdienstes treten Wasserhosen auf dem Bodensee nur wenige Male im Jahr auf. Im Durchschnitt werden etwa zwei bis drei solcher Ereignisse registriert. Besonders häufig entstehen sie im Spätsommer, wenn das Wasser noch relativ warm ist.
Bei diesem Wetterphänomen treffen unterschiedliche Luftströmungen aufeinander. Dadurch entsteht eine rotierende Luftsäule, die sich vom Wasser nach oben zieht. Meteorologen sprechen von einem Aufwindschlauch.
Die Wasserhose vor Lindau bestand nach ersten Einschätzungen etwa fünf bis zehn Minuten, bevor sich der Wirbel wieder auflöste.
Häufiger in warmen Regionen
Weltweit treten Wasserhosen vor allem in warmen Küstenregionen auf. Besonders viele Beobachtungen gibt es im US Bundesstaat Florida, wo hohe Wassertemperaturen die Entstehung solcher Wirbel begünstigen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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