Vollsperrung nahe Kaiserslautern: Ministerium kritisiert Vollsperrung der Bahn
- Eine wichtige Frage wird sein, ob und wie der Hauptbahnhof Kaiserslautern während der Generalsanierung von abzweigenden Strecken bedient werden kann. (Archivfoto)
- Foto: Wolfgang Jung/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Rheinland-Pfalz. Für Fahrgäste auf der wichtigen Bahnstrecke zwischen Ludwigshafen, Kaiserslautern und Saarbrücken zeichnen sich bei der geplanten Sanierung monatelange Einschränkungen ab. Das rheinland-pfälzische Innenministerium kritisiert, dass Land und zuständiger Zweckverband bisher nicht ausreichend in die Vorbereitung eingebunden seien.
Nach Angaben des Ministeriums sind sowohl das Land Rheinland-Pfalz als auch der betroffene Zweckverband ÖPNV mit der „mangelnden und schleppenden Einbindung“ durch die DB InfraGO unzufrieden. Es gehe um den konkreten Ablauf der Bauarbeiten und um die geplanten Sperrkonzepte für die Strecke.
Sanierung der Strecke ist für 2029 vorgesehen
Vorgesehen ist eine Generalsanierung der Verbindung voraussichtlich im Jahr 2029. Nach bisherigem Stand wäre die Maßnahme mit Vollsperrungen verbunden. Das Ministerium moniert, dass bislang keine verbindlichen Aussagen dazu vorlägen, ob und wie der Hauptbahnhof Kaiserslautern während der Bauzeit über abzweigende Strecken bedient werden kann. Klar sei aus Sicht des Ministeriums schon jetzt, dass Sperrpausen für Fahrgäste über viele Monate mit erheblichen Belastungen verbunden wären.
Debatte über Vollsperrung oder einzelne Abschnitte
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Eder fordert nach Verzögerungen bei anderen Generalsanierungen eine bessere Organisation der Arbeiten. Aus ihrer Sicht müsse jetzt genau geprüft werden, wie sich die Belastung für Fahrgäste so gering wie möglich halten lässt.
Zur Diskussion steht auch, ob eine abschnittsweise Sperrung einzelner Strecken sinnvoller wäre als eine monatelange Vollsperrung. Eder fordert zudem, Zweckverbände und Aufgabenträger stärker an der Planung zu beteiligen. Sie kennten die Gegebenheiten vor Ort besonders gut und wüssten, welche Lösungen für Pendler funktionieren. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |