Truppenabzug bei Ramstein: Wehrbeauftragter fordert Ausgleich
- «Der Abzug von US-Kampfeinheiten ist ein schlechtes Signal für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands», sagte der CDU-Politiker dem «Spiegel».
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Ramstein. Der geplante Abzug tausender US Soldaten aus Deutschland könnte auch für Standorte im Südwesten Folgen haben. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, fordert deshalb einen schnellen Ausgleich, um mögliche Lücken in der Verteidigung zu schließen.
Der CDU Politiker warnte im Nachrichtenmagazin „Spiegel“, der Abzug von US Kampfeinheiten sei „ein schlechtes Signal für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands“. Die entstehende Lücke müsse kompensiert werden.
Nach Einschätzung Ottes entsteht damit eine neue Herausforderung für die Sicherheitsstruktur des Landes. Deutschland müsse seine eigene militärische Stärke rasch erhöhen. Gleichzeitig verzichteten die USA auf eine für sie wichtige Infrastruktur und breite gesellschaftliche Unterstützung in Deutschland.
Unklarheit über Zahl der abziehenden Soldaten
Wie viele Soldaten tatsächlich abgezogen werden, ist derzeit offen. Das US Verteidigungsministerium hatte am Freitag, 2. Mai, angekündigt, rund 5.000 Soldaten innerhalb von sechs bis zwölf Monaten aus Deutschland zu verlegen. US Präsident Donald Trump erklärte anschließend jedoch, die Reduzierung könne deutlich größer ausfallen.
Nach Angaben des US Militärs sind derzeit etwa 39.000 Soldaten in Deutschland stationiert. Viele Stützpunkte liegen im Süden und Südwesten des Landes. Zu den wichtigsten gehört die Ramstein Air Base in Rheinland Pfalz.
Die Zahl der Soldaten schwankt regelmäßig durch Übungen und Rotationen. Welche Standorte und Einheiten konkret von den neuen Plänen betroffen sein könnten, ist bisher nicht bekannt. Die Entscheidung folgt laut Pentagon einer Überprüfung der US Truppenpräsenz in Europa. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |