Schwörmontag in Ulm: Warum der Montag hier ein Feiertag ist
- Schwörmontag: Einmal im Jahr wird der Montag in Ulm ordentlich gefeiert. (Archivbild)
- Foto: Stefan Puchner/dpa
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Ulm. In Ulm ist Montag, 20. Juli ein besonderer Tag: Der Schwörmontag ist nur im Stadtgebiet ein Feiertag. Behörden, Schulen und viele Geschäfte schließen früher oder bleiben ganz zu. In den Nachbarorten läuft der Alltag dagegen normal weiter.
Was hinter dem Schwörmontag steckt
Der Schwörmontag erinnert an die mehr als 600 Jahre alte Verfassung der früheren Reichsstadt Ulm. Seit dem 14. Jahrhundert legt das Stadtoberhaupt öffentlich Rechenschaft über die Stadtpolitik ab und erneuert den sogenannten Schwörbrief. Dabei verspricht der Oberbürgermeister, „Reichen und Armen ein gemeiner Mann zu sein in allen gleichen, gemeinsamen und redlichen Dingen ohne allen Vorbehalt“.
Rede des Oberbürgermeisters und Fest auf der Donau
Für viele Menschen in Ulm ist der Tag vor allem ein großes Sommerfest. Tausende kommen an die Donau zum traditionellen „Nabada“. Bei dem Wasserumzug treiben geschmückte Boote, Flöße, Schlauchboote und ungewöhnliche Eigenbauten den Fluss hinunter.
Entlang des Ufers feiern Zehntausende. Dazu kommen Konzerte und weitere Veranstaltungen in der Innenstadt. Nach Angaben der Stadt gilt der Schwörmontag als der wichtigste Festtag des Jahres.
Was der Feiertag in Ulm konkret bedeutet
- Der Feiertag gilt nur im Ulmer Stadtgebiet
- Behörden und Schulen sind betroffen
- Viele Geschäfte schließen früher oder bleiben geschlossen
- In Nachbarorten ist regulärer Arbeitstag
Der Schwörmontag wird jedes Jahr am vorletzten Montag im Juli gefeiert. In Deutschland ist dieser städtische Feiertag nach Angaben der Stadt einmalig. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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